[ Stand: 22 Dezember 2020 - 17:00 Uhr ]

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative wurden mit Beschluss des Kreistages vom 29.06.2017 die Weichen zur Einstellung eines Klimaschutzmanagers zum 01.07.2018 gestellt, um den Klimaschutz als Querschnittsaufgabe nachhaltig im Rhein-Erft-Kreis zu verankern.

Klimaschutz
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j-mel, fotolia.de

Der Klimaschutzmanager begleitet im Wesentlichen einige der im Klimaschutzteilkonzept aufgeführten Sanierungsmaßnahmen inhaltlich und betreut bzw. überwacht diese unter klimaschutzrelevanten Gesichtspunkten. Er führt weiterhin die Umsetzung und die Einführung des Energiemonitorings durch und bildet eine Anlaufstelle für den Klimaschutz im Rhein-Erft-Kreis im Austausch mit politischen Gremien, aber auch mit anderen Einrichtungen und Kommunen.

Im Rahmen von Machbarkeitsstudien wird die Wirtschaftlichkeit von klimafreundlichen Technologien wie z.B. Photovoltaik, Pelletheizungen, Solarthermie und Kraft-Wärme-Kopplung untersucht.

2020 wurden eine PV-Anlage mit einer Leistung von 20 kW und ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 40 kW errichtet.

Der Rhein-Erft-Kreis stellt indessen sukzessiv von konventionellen Heizungspumpen auf Hocheffizienzpumpen um und bei der Beleuchtung werden herkömmliche Leuchtstoffröhren durch moderne LED-Technologie ersetzt.

In 2020 wurde im Goldenberg-Europakolleg in Wesseling die konventionelle Beleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. Hierfür wurden über die Kommunalrichtlinie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages Fördermittel bewilligt (Förderkennzeichen: 0K10856; Fördertitel: „KSI: Sanierung der Innenbeleuchtung auf LED-Technik am Goldenberg Europakolleg Wesseling im Rhein-Erft-Kreis“; Bewilligungszeitraum: 01.07.2019 bis 30.09.2020. Durch diese Maßnahme soll über die Lebensdauer der Leuchtsysteme rund 400 t CO2 eingespart werden.

Darüber hinaus werden diverse weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduzierung der CO2-Emissionen durchgeführt:

  • Neue Fernwärmeübergabestation für die Sporthalle des Goldenberg-Europakollegs in Hürth zwecks Vermeidung von Wärmeverlusten. Durch diese Maßnahme werden die Wärmeverluste einer alten ca. 100 m langen Versorgungsleitung vermieden.
  • Erneuerung einer Wärmeversorgungsleitung (70 m) mit starker Reduzierung der Nennweite im Rahmen der Sanierung der Sporthalle des Adolf-Kolping-Berufskollegs
  • Dämmmaßnahmen an Verteilern und Abschnitten von Heizungsleitungen
  • Gezielte Maßnahmen im Energiemanagement respektive –controlling, u.a. Senkung des Energiebezugs und der Energiekosten durch Reduktion von Anschlussleistungen und Leistungsspitzen

Ansprechperson

Bernd Waschulewski, Amt 63/10

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab:

Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

Der Projektträger Jülich setzt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums das Förderprogramm für Kommunen, soziale und kulturelle Einrichtungen, die Förderung von Klimaschutzprojekten für die Bereiche Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher und Bildung sowie das Programm zur Förderung der energetischen Biomassenutzung um.

Die Stelle des Klimaschutzmanagers/ der Klimaschutzmanagerin wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert (Förderkennzeichen: 03K07465; Bewilligungszeitraum: 01.07.2018 bis 30.06.2020; Titel: „KSI: Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement für den Rhein-Erft-Kreis“).

Als Grundlage für die Tätigkeit des Klimaschutzmanagers/ der Klimaschutzmanagerin dient das am 29.06.2017 in der 13. Sitzung des Kreistages (DS 191/2017, 1. Und 2. Ergänzung) beschlossene Klimaschutzteilkonzept, welches ebenfalls vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wurde (Förderkennzeichen: 0K03145; Bewilligungszeitraum: 01.09.2016 bis 31.08.2017; Titel: „KSI: Teilkonzept „Liegenschaften und Portfoliomanagement“ für den Rhein-Erft-Kreis“).

Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und der Nationalen Klimaschutzinitiative

Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und der Nationalen Klimaschutzinitiative