[ Stand: 26 November 2019 - 10:20 Uhr ]

Unsere Mitarbeiter/innen des Gesundheitsamtes beraten Menschen ab dem 18. Lebensjahr und/oder deren Angehörige mit seelischen Erkrankungen, Suchtproblemen, altersbedingten psychischen Erkrankungen sowie Menschen in psychosozialen Notlagen.

Bild zeigt verzweifelte Frau, die sich die Hände vors Gesicht hält
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Die Beratung findet auch in wohnortnahen Beratungsstellen und bei Bedarf im Rahmen von Hausbesuchen statt. Die persönliche Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Institutionen ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.

Im Einzelnen umfasst dies folgende Angebote:

Sozialpsychiatrische Hilfen

  • Beratung in psychischen Krisen und Notlagen (Krisenintervention)
  • Aufklärung über Krankheitsbilder und Therapiemöglichkeiten
  • Therapievermittlung
  • Vermittlung bei sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten sowie Unterstützung bei der beruflichen Integration
  • Mitwirkung an Einweisungen auf Grundlage des Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG)

Suchtberatung bei Alkohol- und Medikamentenkonsum

  • Beratung bei Fragen und Problemen im Umgang mit Alkohol und Medikamenten
  • Informationen über die verschiedenen Behandlungsangebote und Vermittlung zu geeigneten therapeutischen Maßnahmen
  • Hilfestellung nach der Rückkehr aus einer stationären Behandlung

Psychiatrische Begutachtungen

  • Begutachtungen auf Aufforderung von Gerichten, Behörden und Institutionen

Psychiatrie- und Suchtkoordination

  • Koordination und Zusammenarbeit mit anderen sozialen Diensten im Kreis
  • Öffentlichkeitsarbeit

Rechtliche Grundlagen

Unsere Arbeit gehört nach dem Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen (PsychKG) zu den kommunalen Pflichtaufgaben. Diese Hilfen sollen Menschen mit psychischer Erkrankung durch rechtzeitige und angemessene medizinische und psychosoziale Maßnahmen unterstützen, ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu führen.

Die Bereitstellung der Hilfen obliegt den unteren Gesundheitsbehörden als Pflichtaufgabe und wird insbesondere durch Sozialpsychiatrische Dienste geleistet. Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet in diesem Zusammenhang Sprechstunden in den einzelnen Kommunen sowie Hausbesuche an.

Bei gegenwärtiger erheblicher Eigen- oder Fremdgefährdung regelt dieses Gesetz zudem die Anordnung von Schutzmaßnahmen und letztlich die Unterbringung. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist somit auch befugt beim zuständigen Ordnungsamt eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik anzuregen.