Erteilung Anwärterbefugnis und Fahrlehrererlaubnis Klasse BE

Wer Personen ausbildet, die eine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen nach § 2 des Straßenverkehrsgesetzes erwerben wollen (Fahrschüler), bedarf der Fahrlehrerlaubnis (zunächst als Angestellter einer Fahrschule).

Die Anwärterbefugnis und anschließende Fahrlehrererlaubnis wird erteilt, wenn der Bewerber

  • mindestens 21 Jahre alt ist
  • geistig, körperlich und fachlich geeignet ist und keine Tatsachen vorliegen, die ihn für die Tätigkeit eines Fahrlehrers als unzuverlässig erscheinen lassen
  • mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf oder eine gleichwertige Vorbildung besitzt
  • die Fahrerlaubnis der Klassen B seit mind. 3 Jahren (keine Probezet) und Klasse BE
  • innerhalb der letzten drei Jahre zum Fahrlehrer ausgebildet worden ist
  • die fachliche Eignung durch Prüfungen gem. § 8 FahrlG nachgewiesen hat.
Benötigte Unterlagen: 
  • Geburtsurkunde
  • Lebenslauf
  • ärztliches Zeugnis für Klasse C1 gem. Anlage 5 Nr. 1 FeV
  • augenärztliches Zeugnis gem. Anlage 6 Nr. 2.2 FeV; nicht älter als 1 Jahr
  • Ablichtung des EU-Kartenführerscheins
  • Nachweis über die Vorbildung gem. § 7 FahrlG
  • eine Bescheinigung einer amtlich anerkannten Fahrlehrerausbildungsstätte über die Teilnahme an einem Lehrgang
  • erweitertes Führungszeugnis, das bei der örtlichen Meldebehörde beantragt werden muss (Um dieses zu beantragen, erhalten Sie ein Anforderungsschreiben der Führerscheinstelle.)
Rechtliche Grundlagen: 
  • Gesetz über das Fahrlehrerwesen (FahrlG)
  • Fahrlehrer-ausbildungsordnung (FahrlAusbO)
Gebühren: 

45,20 €, zu entrichten bei Aushändigung der Anwärterbefugnis bzw. Fahrlehrererlaubnis

Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Vor einer persönlichen Vorsprache vereinbaren Sie bitte einen Termin, telefonisch oder unter fuehrerscheinstelle [at] rhein-erft-kreis.de.

Nach bestandener fachpraktischer Prüfung und schriftlicher, mündlicher Fachkundeprüfung wird die Anwärterbefugnis, befristet für 2 Jahre, erteilt (§ 9 FahrlG).
Nach weiterer Ausbildung in einer Ausbildungsfahrschule und Bestehen der Lehrprobe im theoretischen und fahrpraktischen Unterricht wird die unbefristete Fahrlehrererlaubnis erteilt.