[ Stand: 18 Juli 2017 - 14:54 Uhr ]

Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten Personen, die durch Ihre Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind.

Bild zeigt Frau im Rollstuhl bei der Arbeit
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Nach § 2 Abs. 1 SGB IX sind Menschen mit Behinderung Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkungen mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können.

Laut Gesetz erhalten sie diese Leistungen wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach Art und Schwere der Behinderung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann.

Für einige Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist ein Beitrag zu den Aufwendungen aufzubringen. Dieser ist abhängig vom Einkommen und Vermögen der antragstellenden Person sowie bei minderjährigen Personen der im Haushalt lebenden Eltern oder des im Haushalt lebenden Elternteils.

Eingliederungshilfe erhält, wer die erforderliche Leistung nicht von anderen oder von Trägern anderer Sozialleistungen erhält (z.B. Krankenkassen).

Folgende Leistungen werden zur Eingliederungshilfe gezählt:

  • Leistungen zur Teilhabe an Bildung (z.B. Schulbegleitung)
  • Leistungen für Wohnraum (z.B. Einbau Treppenlifter, Wohnraumanpassung)
  • Assistenzleistungen (z.B. Freizeitassistenz)
  • heilpädagogische Leistungen (z.B. Therapien, Frühförderung)
  • Leistungen zur Mobilität (Beförderungsleistungen und Leistungen für ein Kraftfahrzeug)
  • Hilfsmittel