Teilnehmer diskutierten über die Möglichkeiten, dem tatsächlichen Bedarf der Kurzzeitpflege gerecht zu werden

Dr. Dietrich Engels (ISG), Sozialdezernent Christian Nettersheim und Leiter des Amtes für Familien, Generationen und Soziales des Rhein-Erft-Kreises Hans-Peter Müller (v.r.n.l)
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Rhein-Erft-Kreis

Dr. Dietrich Engels (ISG), Sozialdezernent Christian Nettersheim und Leiter des Amtes für Familien, Generationen und Soziales des Rhein-Erft-Kreises Hans-Peter Müller (v.r.n.l)

Pflegebedürftige Personen werden nach wie vor überwiegend in den eigenen vier Wänden von Angehörigen und ambulanten Hilfen versorgt. Um diese Versorgung aufrecht zu erhalten und pflegende Angehörige nicht zu überlasten, besteht die Möglichkeit der zeitlich begrenzten Unterbringung in einer geeigneten Pflegeeinrichtung im Rahmen der Kurzzeitpflege. Dies ermöglicht pflegenden Angehörigen eine Zeit der Regeneration. Auch aktuelle Krisensituationen, wie eine plötzliche Erkrankung der Pflegeperson, können so mit einer guten Versorgung der Pflegebedürftigen überbrückt werden. Das Angebot der Kurzzeitpflege wird auch häufig nach einem Aufenthalt des Pflegenden in einem Akutkrankenhaus bis zu dessen Rückkehr nach Hause genutzt.

Leider ist eine Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege in der Nähe des Wohnortes wegen fehlender Kapazitäten oft nicht möglich. Um diese Situation zu verbessern, haben der Rhein-Erft-Kreis und das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) einen Workshop zum Thema „eigenständige Kurzzeitpflege“ veranstaltet. „Die Kurzzeitpflege ist ein wichtiges Pflegeangebot für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen“, erörterte Christian Nettersheim, Sozialdezernent des Rhein-Erft-Kreises. Er begrüßte die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Pflegeheimbetreibern, Sozialen Diensten der Krankenhäuser, Pflegekassen und kommunalen Pflegeberatungsstellen. Die Fachleute diskutierten nach Vorstellung von vorbildlichen Pflegeeinrichtungen aus der Region über Möglichkeiten, dem tatsächlichen Bedarf der Kurzzeitpflege gerecht zu werden. „Eigenständige Kurzzeitpflege braucht faire Rahmenbedingungen und Kooperationen mit verschiedenen Akteuren wie Krankenhäusern und Ärzten“, fasste Dr. Dietrich Engels, einige Anregungen zusammen. Die Dokumentation des Workshops wird in Kürze auf der Homepage des Rhein-Erft-Kreises im Abschnitt „Soziales und Gesundheit“ unter der Rubrik „Leben im Alter“ zum Download zur Verfügung stehen.