Im Fokus stehen „Entrümpler“, die ihren Abfall illegal entsorgen

Wilde Müllkippen sorgen an vielen Stellen im Rhein-Erft-Kreis immer wieder für Ärger. Die Abfallberge sehen in der freien Landschaft nicht nur unschön aus, sie können auch eine Gefahr für die Umwelt darstellen. In jüngster Zeit häufen sich allerdings diese Müllberge - und das wird immer mehr zu einem Kostenproblem!

Beispiel einer illegalen Abfallentsorgung am Wegerand
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Rhein-Erft-Kreis

Beispiel einer illegalen Abfallentsorgung am Wegerand

Der Keller, der Dachboden oder die Garage sind oft vergessene Orte, die gerne als Abstellkammer für nicht mehr genutzte Dinge genutzt werden. Beim Ausmisten, bei einem Umzug, oder spätestens bei einem Todesfall fallen große Mengen Abfall in kurzer Zeit an. Abhilfe schaffen Entrümpelungsunternehmen, die alles sortieren, verladen, transportieren und anschließend - in der Regel ordnungsgemäß - entsorgen. Bei seriösen Unternehmen ist die Sache schnell erledigt. Bei Unternehmen, die Ihre Aufgabe nicht so ernst nehmen, endet die Entsorgung oft auf Feldwegen oder im Wald.

In den Abfallbergen ist vieles zu finden, was nicht in die Natur gehört: Von A wie Altreifen über E wie Elektroschrott bis Z wie Ziegelbruch. Das anschließende Auf-sammeln des illegal entsorgten Abfalls ist mühselig und erfolgt per Hand. Das kos-tet natürlich Zeit und Geld. „Die dadurch verursachten Mehrkosten trägt am Ende die Allgemeinheit“, so Christine Bernt, Leiterin des Amtes für technischen Umweltschutz des Rhein-Erft-Kreises.

Wer genau den Abfall in der Landschaft verteilt, ist oft schwer zu ermitteln. Aber immer wieder fällt auf, dass die Abfallberge nicht allein aus privaten PKWs stam-men können. Was viele nicht bedenken: die Bürger sind als auftraggebende und verursachende Person weiterhin für die Abfälle verantwortlich. Anhand von sensiblen Daten wie Rechnungen, Versicherungspapieren, Kontoauszügen und Steuerunterlagen, die sich immer wieder in den Müllablagerungen finden lassen, ist diese Person auch schnell ermittelt. „Dann trägt nicht mehr die Allgemeinheit die Kosten für die illegale Entsorgung, sondern die verursachende Person“, sagt Bernt.

Seriöse Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass deren Name und Adresse bekannt sind und somit ersichtlich ist, mit wem Geschäfte gemacht werden. Im eigenen Interesse sollte geprüft werden, ob der Gewerbeschein vorzeigbar ist, denn dieser muss immer mitgeführt werden. Es muss gewährleistet sein, dass sich das Unternehmen mit der Entsorgung von Haushaltsauflösungen o.ä. auskennt. Ein Foto von dem Fahrzeug mit Kennzeichen und Firmenaufdruck könnte ein Mittel der Absicherung sein.

Sollten Bürger und Bürgerinnen unsicher sein und deshalb lieber selbst entsorgen wollen, bieten die Städte ebenfalls Sperrmüllsammlungen und je nach Stadt zusätzliche Sammelstellen an. Für weitere Informationen stehen die Abfallberater und Abfallberaterinnen in den Rathäusern zur Verfügung.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Sperrmüll auch direkt zur Mülldeponie zu bringen. Die kreiseigene Kleinanlieferstelle befindet sich auf dem Standort der Deponie Haus Forst in Kerpen-Manheim. Dort kann Abfall montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr und samstags von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr angeliefert werden.