Arbeit der Unfallkommission im Kreis zahlt sich aus

Bild zeigt Polizeiauto
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„Die Bekämpfung von Verkehrsunfällen und regelmäßige Verkehrsunfallun-tersuchungen sind die vornehmsten Aufgaben der Straßenverkehrs-, Straßenbau- und Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen.“ – so fassen das Innen- und das Verkehrsministerium NRW die Aufgaben der Unfallkommissionen im Land zusammen. Da jeder Verkehrsunfall einer zu viel ist, ist die Arbeit der Unfallkommission also von großer Bedeutung.

In der hiesigen Kommissionen beraten und bewerten von Seiten der Kreisverwaltung das Straßenverkehrsamt, das Amt für Straßenbau und Verkehr und das Ordnungsamt, von Seiten des Landes die Kreispolizeibehörde, die Bezirksregierung Köln und der Landesbetriebs Straßen.NRW sowie die jeweilige kreisangehörige Stadt das Verkehrsgeschehen an Unfallhäufungsstellen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu ergreifen.

Die Vorarbeiten der Kreispolizeibehörde haben einen besonderen Stellenwert. Die Polizei wertet alle Unfälle im Kreis aus und identifiziert somit jede neue Unfallhäufungsstelle. Ob es sich bei einem Unfallort um eine Unfallhäufungsstelle handelt, wird nach klaren rechtlichen Vorgaben festgestellt. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle, etwa die Anzahl der Unfälle innerhalb eines Jahres oder die Unfallbeteiligten; so verlangen Unfälle mit Fußgängern und Fahrradfahrern die besondere Aufmerksamkeit der Behörden.

Beim letzten Treffen der Unfallkommission des Rhein-Erft-Kreises im Juni 2018 hat sich eine erfreuliche Entwicklung bestätigt: 13 der insgesamt 57 Unfallhäufungsstellen haben ihren zweifelhaften Titel nach der Umsetzung von entschärfenden Maßnahmen verloren. Dies ist angesichts der großen Verkehrsdichte im Kreis eine besonders positive Entwicklung.

So konnten bspw. an einer markanten Unfallhäufungsstelle in Hürth an der L183/ K2 durch die Schaffung einer eigenen Ampelphase für die Linksabbieger und umfangreichen Grünschnitt die Unfallzahlen massiv reduziert werden.

„Ein Beschluss der Unfallkommission hat einen hohen Stellenwert. Die Maßnahmen werden durch die zuständigen Behörden meist sehr zeitnah umgesetzt. Verbesserungen der Sichtverhältnisse oder die Optimierung der Beschilderungen und Markierungen, aber auch ein einfacher Rückschnitt der Vegetation sind oftmals ein effektives Mittel, um die Unfallzahlen drastisch zu reduzieren“, so Patrik Klameth, Amtsleiter des Straßenverkehrsamtes. „Alle zuständigen Behörden arbeiten schnell und effektiv zusammen“, führt Klameth weiter aus.

Derzeit gibt es kreisweit noch 44 Unfallhäufungsstellen, an denen Maßnahmen in Arbeit oder bereits umgesetzt sind. Die Entwicklung des Unfallgeschehens an diesen Stellen wird weiter intensiv beobachtet.