[ Stand: 11 November 2020 - 13:14 Uhr ]

In Deutschland und den Niederlanden sind seit Ende Oktober mehrere Fälle der hochansteckenden aviären Influenza (Geflügelpest/Vogelgrippe) aufgetreten.

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Bisher betroffen sind insbesondere Wildvögel und Geflügelhaltungen an der Nord- und Ostseeküste. Inzwischen hat es aber auch schon erste bestätigte Fälle bei Wildvögeln am Niederrhein gegeben.

Vor dem Hintergrund des hochdynamischen Geschehens hat das Friedrich-Loeffler-Institut seine Risikoeinschätzung überarbeitet. Die Ausbreitung der Geflügelpestviren auf deutsche Nutzgeflügelhaltungen, Zoos und freilebende Wasservögelbestände durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln wird als hoch eingeschätzt.

Das Veterinäramt des Rhein-Erft-Kreises nimmt dies zum Anlass, neben gewerblichen auch alle privaten Geflügelhalter, unabhängig von der Anzahl der Tiere, an Ihre Meldeverpflichtung bei der Tierseuchenkasse NRW sowie die zusätzliche Meldung beim Veterinäramt zu erinnern. Grundsätzlich ist jeder Nutztierhalter per Gesetz verpflichtet, die Haltung von Nutztieren unabhängig von der Tierzahl anzuzeigen. Auch jede Veränderung des Bestandes oder der Betriebsdaten muss gemeldet werden. Zudem ist der aktuelle Tierbestand zum Stichtag 1. Januar mindestens einmal jährlich bei der Tierseuchenkasse NRW zu melden.

Des Weiteren wird dringend auf die einzuhaltenden Biosicherheitsmaßnahmen hingewiesen. Entsprechende Informationsschreiben werden noch in dieser Woche an die gemeldeten Geflügelhalter verschickt. Eine gesetzliche Aufstallungsverpflichtung besteht im Rhein-Erft-Kreis derzeit nicht. Das Veterinäramt empfiehlt Geflügelhaltern aber rein vorsorglich entsprechende Vorkehrungen zu treffen.