[ Stand: 05 August 2020 - 16:38 Uhr ]

Elsdorf. Parallel zur Betriebsstraße am Nordrand des Tagebaus Hambach soll ein Rad- und Gehweg angelegt werden. Ziel ist es den autofreien Radweg auf der ehemaligen Bandanlagentrasse („Speedway :terra nova“) und das Forum :terra nova zu verbinden.

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Rhein-Erft-Kreis

Das Projekt ist ein Baustein der sogenannten „Charta :terra nova“, Sie zielt unter anderem auf die Gestaltung der nördlichen Kante des Tagebaus Hambach in Elsdorf ab.

Die drei Städte Bergheim, Bedburg und Elsdorf sowie der Rhein-Erft-Kreis hatten sich angesichts der Regionale 2010 zu einem Planungsverband zusammengeschlossen und in Kooperation mit der RWE Power AG mit dem Projekt :terra nova ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Energieregion im nördlichen Kreisgebiet erarbeitet. Die Projektbausteine waren in der Kooperationsvereinbarung „Charta :terra nova“ bereits im Jahr 2009 festgeschrieben worden.

Die Stadt Elsdorf, die RWE Power AG und der Rhein-Erft-Kreis wollen im Herbst mit den Bauarbeiten für den 1. Bauabschnitt des neuen Radweges zwischen dem Speedway :terra nova und dem Tagebauaussichtspunkt bei Giesendorf beginnen. Der heutige Abschluss einer Vereinbarung, in der die Verteilung der Aufgaben zwischen den Beteiligten geregelt wird, ist Grundlage für die Realisierung dieses Bauprojektes.

„Ich freue mich sehr“, so Kreisdezernent Uwe Zaar, „dass nach Unterzeichnung der Vereinbarung nun mit der Umsetzung des 1. Bauabschnittes eines weiteren Terra-Nova-Radverkehrsprojektes begonnen werden kann. Der neue Geh- und Radweg komplettiert nicht nur das Freizeitnetz im nördlichen Rhein-Erft-Kreis, sondern verbessert auch die Verkehrssicherheit für Radfahrer im Bereich der Grubenrandstraße in Elsdorf.“

„Was lange währt, wird endlich gut“, kommentierte der Elsdorfer Bürgermeister Andreas Heller die Unterzeichnung der Vereinbarung. „Ich freue mich sehr, dass es nun losgehen kann. Der lange Atem und die Ausdauer bei der Vorbereitung des Projektes haben sich gelohnt.“

Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung bei RWE Power, freut sich ebenfalls, dass die Realisierung nun in greifbare Nähe gerückt ist: „Mit unserem Engagement bei der Projektierung des Geh- und Radweges und unserem Kostenbeitrag beweisen wir, dass RWE Power für die Region ein verlässlicher Partner ist und bleibt. Der Geh- und Radweg ist wichtig für den Aufbau eines attraktiven und sicheren Radverkehrsnetzes im Rheinischen Braunkohlenrevier. Er trägt dazu bei, dass diese Region auch im Strukturwandel ein guter Ort zum Leben und Arbeiten bleibt.“

RWE Power lässt zurzeit die Ausführungsplanung erstellen und wird das Ausschreibungsverfahren zeitnah starten. Auch der Bau selbst erfolgt unter der Regie von RWE Power. Da die Bauarbeiten witterungsabhängig sind, kann noch kein endgültiges Datum für die Verkehrsfreigabe genannt werden. Im Laufe des Jahres 2021 werden die Bauarbeiten aber in jedem Fall abgeschlossen sein.

Nach Abnahme der Bauarbeiten übernimmt der Kreis dauerhaft die Verkehrssicherungs- und Unterhaltungspflicht und erwirbt nach der Schlussvermessung die notwendigen Grundstücksflächen von RWE und der Stadt.

Die Kosten für den Geh- und Radweg betragen voraussichtlich für den ersten Bauabschnitt 1.470.000 EUR und für den zweiten Bauabschnitt 810.000 EUR, insgesamt also ca. 2.280.000 EUR.