Gestern trafen sich 25 der 80 ehrenamtlichen Sprachmittlerinnen und Sprachmittler des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Kreises, um einen fachlichen Rückblick auf ihr Jahr 2019 zu werfen. Die ehrenamtlichen Kräfte werden vom KI zur sprachlichen Begleitung von Neuzuwanderern ausgebildet und zu praktischen Einsätzen vermittelt.

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Rhein-Erft-Kreis

Ein Teil der Sprachmittlerinnen und Sprachmittler traf sich gestern zum Jahresrückblick im Kreishaus.

Die ehrenamtlichen Sprachmittlerinnen und Sprachmittler erleichtern den Austausch Zugewanderter mit geringen Deutschkenntnissen mit Behörden, Beratungsstellen, Schulen und Kindertageseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet. Ihr Engagement bei der Übersetzung von Gesprächen hilft dabei, sprachliche Missverständnisse zu vermeiden, Benachteiligungen zu beseitigen und bessere Bedingungen für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu schaffen.

Aktuell können rund 30 Sprachen durch die ehrenamtlichen Kräfte abgedeckt werden. Insgesamt wurden in diesem Jahr mehr als 740 Einsätze vom KI vermittelt.

Beim gestrigen Jahresrückblick wurde deutlich, dass die Arbeit nicht nur den Neuzuwanderern hilft, sondern auch für die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler beeindruckende persönliche Erfahrungen bietet.

Vor dem Einsatz steht aber das Grundlagenwissen. Denn alle Sprachmittler werden vom KI geschult, um einen einheitlichen Standard bei den Übersetzungen sicherzustellen. In diesem Jahr organisierte das KI 11 Veranstaltungen im Rahmen einer Basisqualifizierung für die Ehrenamtler. Die Basisqualifizierung ist modular aufgebaut und nach Themenfeldern gegliedert. Dazu gehören u.a. „Bildung“, „Gesundheit“, „Arbeitsmarkt“ oder „Dolmetschertechniken“.

Da die Module als geschlossene Einheiten aufgebaut sind, konnten die Sprachmittler je nach persönlichem Bedarf an einzelnen oder an allen Veranstaltungen teilnehmen. Die Teilnahme ist für alle Sprachmittlerinnen und Sprachmittler kostenlos.

Für ihren Einsatz erhalten die Damen und Herren eine Ehrenamtspauschale. Zudem werden die Fahrtkosten für Schulungen erstatten. Im Rahmen ihrer Tätigkeit sind die Sprachmittler unfall- und haftpflichtversichert.

Weitere Informationen zum Pool der ehrenamtlichen Sprachmittler erhalten Sie auf der Homepage des Kreises. Dort finden Interessierte auch Informationen, wie man selbst Sprachmittler werden oder wie man umgekehrt eine Begleitung buchen kann.

Ansprechpartnerin beim KI ist Marina Chanine (marina.chanine [at] rhein-erft-kreis.de oder 02271/83-10232).