Schutzmaßnahme für Fauna und Flora in aktueller Trockenzeit

Aufnahme vom Rhein mit Niedrigwasser
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Aufnahme vom Rhein mit Niedrigwasser

Der Rhein-Erft-Kreis als Untere Wasserbehörde verbietet ab sofort die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen im Kreis.

Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit haben sich die Pegel in den Wasserläufen so stark abgesenkt, dass jede weitere Entnahme eine erhebliche Beeinträchtigung der Gewässer nach sich ziehen würde. Teilweise ist es schon zum Trockenfall von Gewässern gekommen. Inhaber gültiger Genehmigungen zur Wasserentnahme werden in den kommenden Tagen vom Amt für Umweltschutz und Kreisplanung darüber informiert, wenn sie die Wasserentnahme einstellen müssen.

Das noch vorhandene Wasser heizt bei der aktuellen Witterung weiter auf, was zu einem stetigen Absinken des verbliebenen Sauerstoffgehalts im Wasser führt. Fische und andere Wasserbewohner kämpfen unter diesen Bedingungen ums Überleben. Jede weitere Wasserentnahme, auch in geringer Menge, würde die kritische Situation in den Lebensräumen verschärfen.

Die Untere Wasserbehörde des Kreises verfolgt rechtswidrige Wasserentnahmen und wird diese mit Bußgeldern von 250 bis zu 25.600 Euro ahnden. Aktuell laufen bereits Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen illegaler Wasserentnahmen.