Am 5. November verstarb der ehemalige Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Klaus Lennartz, plötzlich und unerwartet. Der Rhein-Erft-Kreis trauert um einen großen Politiker.

Portrait Klaus Lennartz
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Seeheimer Kreis

Zum Tode von Klaus Lennartz erklärt Landrat Michael Kreuzberg:

"Gestern Nachmittag erreichte mich die traurige Nachricht, dass der ehemalige Landrat Klaus Lennartz völlig überraschend verstorben ist. Mein tief empfundenes Beileid gilt seiner Frau, den beiden Töchtern und der ganzen Familie!

Herr Lennartz ist für mich in den vergangenen Jahren zu einem politischen Freund geworden, der jenseits aller Parteipolitik immer das Wohlergehen seines Rhein-Erft-Kreises im Blick hatte. Sein bundespolitisches Wirken als langjähriges Bundestagsmitglied war immer tief in seinem Heimatkreis verwurzelt. Er war erstaunliche 43 Jahre Mitglied des Kreistags, 11 Jahre Landrat, Ehrenringträger des Kreises und seiner Heimatstadt Hürth.

Zwei seiner unzähligen Projekte lagen ihm besonders am Herzen:

Zum einen die Gründung der Polizeistiftung NRW, an der er maßgeblich beteiligt war. Die Polizeistiftung kümmert sich um Polizeibedienstete, die unverschuldet in wirtschaftliche Not geraten oder die in Ausübung ihres Dienstes zu Schaden gekommen sind und um die Angehörigen von im Dienst verstorbenen Polizeibeamten.

Zum anderen erinnerte er sich gerne an seinen Einsatz für die Hungerhilfe für Nowgorod in Russland zu Beginn der 1990er Jahre zurück. Gemeinsam mit Maltesern und Rotem Kreuz hat er damals Spenden im Millionenwert einwerben können und nach Russland verbringen lassen.

Diese Initiativen zeigen, dass Klaus Lennartz nicht nur unbequem und streitbar war. Er war nicht nur der wirtschaftspolitische Tausendsassa, der bis zuletzt für die Modernisierung der Wirtschaft im Angesicht des Strukturwandels, für die Digitalisierung oder für eine zeitgemäße Bildung kämpfte.

Er ist am Ende immer auch der „Hürther Jung“ geblieben, der immer wieder betonte, dass dies alles nicht möglich gewesen wäre ohne die Unterstützung seiner Frau und der ganzen Familie.

Der Rhein-Erft-Kreis hat einen großen Politiker verloren und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren."