[ Stand: 24 März 2020 - 10:10 Uhr ]

Die Kreisverwaltung hat den Kreisstellen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KV) und der Ärztekammer Nordrhein eine erste Charge von 50 Schutzausrüstungen zur Verfügung gestellt, um Corona-Tests an zentralen Orten im Rhein-Erft-Kreis durchführen zu können.

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Landrat Michael Kreuzberg: „Wir haben im Krisenstab des Rhein-Erft-Kreises mit KV und Ärztekammer die Vereinbarung getroffen, dass die Vereinigungen an mehreren zentralen Orten im Kreis Abstriche durchführen. Für diese Bereitschaft danke ich den Ärztinnen und Ärzten. Allerdings haben die Vertreter der Ärzteschaft zu Recht darauf verwiesen, dass Tests nur möglich sind, wenn die Eigensicherung des medizinischen Personals vor der Ansteckungsgefahr gewährleistet ist. Dies stellt der Kreis mit der Übersendung von vorerst 50 Schutzausrüstungen sicher.“

In einem Schreiben an den Landrat vom vergangenen Donnerstag haben die beiden Kreisstellen ihre Ankündigung im Krisenstab konkretisiert und wollen Personal für die Testung an vier zentralen Standorten im Kreis stellen. In seinem Antwortschreiben vom Freitag bietet der Landrat an, die Schutzausrüstungen an einen gewünschten Ort zu liefern oder auch die Verteilung auf alle von der Ärzteschaft benannten Testorte sicherzustellen.

Gesundheitsdezernent Christian Nettersheim: „Mit den aus öffentlichen Mitteln finanzierten 50 Schutzausrüstungen können zentral organisierte Testungen an 50 Tagen sichergestellt und von den Ärzten abgerechnet werden. Die Erfahrungen des Kreises bei den von uns organisierten Tests zeigen, dass auf Basis einer guten Vorplanung 40 bis 50 Leute innerhalb von 2 bis 3 Stunden getestet werden können. Die ärztlichen Vereinigungen werden nun entscheiden, ob die Tests in Praxen außerhalb der üblichen Sprechzeiten oder an anderen Orten stattfinden. Damit versetzen wir Praxen mit einem Engpass an Schutzausrüstungen wieder in die Lage, selbst Testung zu planen und durchzuführen.“