[ Stand: 07 Mai 2020 - 10:07 Uhr ]

Ab Sonntag, 10. Mai 2020 (Muttertag) wird das Besuchsverbot in den Pflegeheimen im Rhein-Erft-Kreis gemäß den Vorgaben der Landesregierung gelockert.

©

Peter Maszlen, fotolia.de

Damit erhalten Angehörige und Bewohnerinnen und Bewohner nach Wochen der Trennung wieder die Möglichkeit, sich zu sehen.

„Insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime und Einrichtungen der Eingliederungshilfe haben unter dem Besuchsverbot gelitten, da für sie die Außenwelt abgeschnitten war. Insofern ist es wichtig, dass es jetzt wieder die Möglichkeit für soziale Kontakte mit den Angehörigen gibt“, so Sozialdezernent Christian Nettersheim. Er bittet allerdings darum, die Einrichtungen gerade zu Beginn der neuen Möglichkeiten nicht durch einen Besucherandrang zu überfordern und Besuche vielleicht auch in die nächste Woche zu schieben. „Das gilt vor allem für die Einrichtungen, in denen es in der Vergangenheit oder aktuell Infizierungen mit dem COVID-19-Virus gegeben hat. Diese Einrichtungen haben besondere Herausforderungen insbesondere organisatorischer und personeller Art zu meistern und die Zeit für die Vorbereitung der Besuche in Zeiten von Corona war von gestern bis Sonntag nicht gerade großzügig bemessen“, so Nettersheim weiter.

Die Lockerung des Besuchsverbotes bedeutet nicht, dass Angehörige wieder ohne Einschränkung die Pflegeheime betreten und die Bewohnerinnen und Bewohner ohne weiteres in ihren Zimmern aufsuchen dürfen.

Folgende Einschränkungen sind mit der Lockerung des Besuchsverbotes verbunden:

  • es dürfen nur bis zu zwei Personen pro Bewohnerin/Bewohner zu Besuch kommen.
  • die Besuchszeit ist auf höchstens zwei Stunden pro Tag begrenzt.
  • innerhalb der Einrichtung müssen die Besucher Schutzausrüstung tragen. Der Besuch muss in einem separaten Raum dort stattfinden – nicht im Bewohnerzimmer.
  • ansonsten müssen die Besuche außerhalb der Eirichtung in separaten Arealen z. B. umgebaute Zelte/Terrasse stattfinden.
  • lediglich aus ethisch-sozialen oder medizinischen Gründen können auch Einzelpersonen im Bewohnerzimmer z. B. in der Sterbephase erfolgen.

Zuvor muss sich jeder Besucher zu Beginn registrieren lassen und sich einer Temperaturmessung unterziehen.

Nur wenn diese Regelungen von den Besuchern eingehalten werden, darf ein Besuch in der Einrichtung erfolgen.