[ Stand: 23 März 2020 - 16:54 Uhr ]

Die Zulassungsstellen des Rhein-Erft-Kreises in Bergheim und Hürth werden voraussichtlich ab dem 25. März wieder öffnen und einen eingeschränkten Notbetrieb anbieten.

Bild über Straßenverkehr, Stau
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Da zur Einhaltung der hygienetechnischen Auflagen noch bauliche Veränderungen notwendig sind und eine entsprechende Materialanlieferung noch nicht eingetroffen ist, steht der beabsichtigte Beginn des Notbetriebs noch unter Vorbehalt.

In einem ersten Schritt werden Zulassungen von Personen, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten, bevorzugt behandelt. Hierzu zählen Menschen, die beispielsweise im Gesundheits- oder Ernährungssektor tätig sind. Nähere Einzelheiten dazu sind auf der Website der Kreisverwaltung nachzulesen. Wer nicht diesen Berufsgruppen angehört, wird gebeten, seine nicht zwingend notwendigen Zulassungen aufzuschieben.

„Obwohl das öffentliche Leben aus Infektionsschutzgründen massiv eingeschränkt ist, sind viele Menschen weiterhin beruflich auf ihr Auto angewiesen“, begründet Landrat Kreuzberg den Schritt. „Damit deren Mobilität gewährleistet bleibt, haben wir die räumlichen wie organisatorischen Bedingungen angepasst und werden nun dringend notwendige Zulassungen ermöglichen“, so Kreuzberg.

Für einen geordneten Ablauf und zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeitenden und Kunden wurden eine Reihe weiterer Regeln festgelegt: Zutritt zur Zulassungsstelle erhält man nur zu einem vorher auf der Kreishomepage reservierten Termin und immer nur eine Person pro Vorgang. Alle Gebühren sind ausschließlich per EC-Kartenzahlung zu begleichen. Während des Aufenthaltes sind die empfohlenen Sicherheitsabstände von 2 Meter zu anwesenden Personen einzuhalten und es wird darüber hinaus darum gebeten, erst maximal 5 Minuten vor dem vereinbarten Termin die Zulassungsstelle zu betreten, um Gruppenbildungen im Wartebereich zu vermeiden. Wer sich in Quarantäne befindet oder Erkältungssymptome aufweist, erhält keinen Zutritt zur Zulassungsstelle. In diesem Fall kann selbstverständlich ein bevollmächtigter Vertreter (z.B. ein Zulassungsdienst) geschickt wird. Die Inanspruchnahme von Zulassungsdiensten wird von der Behörde generell explizit empfohlen.

Zum Hintergrund:

Die Zulassungsstelle ist ein Großraumbüro. Wenn dort eine erkrankte Person im Wartebereich oder am Schalter sitzt, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Schlag mehrere Personen infiziert. Um dies möglichst auszuschließen wurden die o.g. Regelungen eingeführt und bisauf weiteres angewendet.

Eine Definition systemrelevanter Berufsgruppen finden Sie auf der Seite des NRW-Gesundheitsministeriums: https://www.mags.nrw/pressemitteilung/neue-leitlinie-bestimmt-personal-kritischer-infrastrukturen