[ Stand: 24 Juli 2021 - 14:42 Uhr ]

Die Hochwasserkatastrophe der vergangenen Woche wirft bei vielen Menschen Fragen dazu auf, wann und über welches Medium die Bevölkerung auf die bestehenden Gefahrenlagen aufmerksam gemacht worden ist.

Bild mit Rettungswagen im Rhein-Erft-Kreises
©

Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Seit Anfang der letzten Woche wurde im Rundfunk bereits regelmäßig auf eine bevorstehende Unwettersituation mit großer Niederschlagsmenge hingewiesen.

Nachdem am 14.07.2021 um 20.15. Uhr eine Warnmeldung aufgrund „extrem heftigen Starkregens“ herausgegeben worden war, wurden die Bürgerinnen und Bürger am Morgen des 15.07.2021 über die App „NINA“ über erste Schutzmaßnahmen informiert. Jeweils um 8.42 Uhr erfolgte eine Ankündigung für die Räumung der Ortschaften Erftstadt-Dirmerzheim und Gymnich sowie die Information über die unverzügliche Räumung von Bliesheim und Blessem.

Um 8.51 Uhr wurde eine Sirenenwarnung für den Ortsteil Erftstadt-Bliesheim ausgelöst. Eine Weitere erfolgte um 10.16 Uhr, ebenfalls für die Ortsteile Blessem, Dirmzerheim und Gymnich. Beide Sirenenwarnungen wurden jeweils aufgrund gebrochener Dämme veranlasst.

Die erste Warnmeldung aufgrund von Überschwemmung erfolgte am 15.07.2021 um 11.37 Uhr, infolgedessen seitens des Rhein-Erft-Kreises um kurz nach 13 Uhr der Katastrophenfall festgestellt wurde.

Während des 15.07. sowie 16.07.2021 erfolgten weitere Warnmeldungen aufgrund von Überschwemmungen und Starkregen in unterschiedlichen Gebieten des Rhein-Erft-Kreises.

Die jeweils aktuellen Meldungen wurden durch die Pressestelle des Rhein-Erft-Kreises seit dem 15.07.2021 über die Kanäle der sozialen Medien sowie auf der Hompage des Kreises publiziert. Lagemeldungen aus kreisangehörigen Städten wurden entsprechend geteilt. Die Veröffentlichungen wurden den örtlichen Medien umgehend zur Verfügung gestellt.

Im Nachgang teilten Bürgerinnen und Bürger aus den betroffenen Stadtteilen der Behördenleitung des Rhein-Erft-Kreises mit, während des Katastropheneintritts keinen Sirenenalarm und oder andere akustische Information wahrgenommen zu haben. Landrat Frank Rock nimmt diese Hinweise sehr ernst. Sobald die weiterhin dynamische Situation eine Reflektion über die Ereignisse zulässt, sollen auch die Informationswege zu Bürgerinnen und Bürgern im Katastrophenfall thematisiert, überprüft und weiter verbessert werden.

Die Empfehlung zur Nutzung der Warnapp „NINA“ wird noch einmal wiederholt. Die Kreisleitstelle kann diese mit Warninformationen speisen, die an die Nutzerinnen und Nutzer sowie die Medien weitergeleitet werden.