[ Stand: 15 Juli 2021 - 15:27 Uhr ]

Der starke und andauernde Regen am gestrigen Mittwoch führt auch im Rhein-Erft-Kreis zu vielen größeren Einsätzen. Die Regenfälle verursachten vieler Orts massive Überschwemmungen, wodurch insbesondere das Wasser der Erft über das Ufer tritt. Keller und Straßen stehen teilweise unter Wasser.

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Im Kreisgebiet sind insbesondere Feuerwehr, Polizei, das technische Hilfswerk und freiwillige Helfer im Einsatz, um Schadenslagen abzuwenden oder in den Griff zu bekommen.

Die bisherigen Einsatzlagen waren hauptsächlich örtlich begrenzt und konnten in originärer Zuständigkeit der kreisangehörigen Kommunen bewältigt werden. Nunmehr kann eine Hochwasserlage entlang der Erft nicht ausgeschlossen werden, die sich bereits massiv auf das Stadtgebiete von Erftstadt auswirkt und kurzfristig auch die Stadtgebiete von Kerpen, Bergheim und Bedburg betreffen kann.

Daher hat der Krisenstab des Kreises kurz nach 13 Uhr den Katastrophenfall ausgerufen. Der Krisenstab des Kreises hat seine Tätigkeit bereits vorsorglich heute Morgen explizit zur Bewältigung dieses Schadensereignisses aufgenommen.

Die kreisangehörigen Kommunen wurden aufgefordert, im Rahmen ihrer örtlichen Zuständigkeiten, die notwendigen Maßnahmen des Bevölkerungsschutzes wie insbesondere Evakuierungen und Unterbringungen vorzubereiten und vorzunehmen.

 „Wir durchleben gerade eine Krise, deren Dimensionen heute noch nicht abschätzbar sind. Die extreme Wetterlage fordert schon jetzt den massiven Einsatz von Feuerwehr, Polizei, Städte, Stadtwerke, Technisches Hilfswerk und vielen anderen Helfern im ganzen Rhein-Erft-Kreis. Allen Kräften danke ich bereits jetzt schon für ihren intensiven und unermüdlichen Einsatz unter diesen schwierigen Bedingungen. Der soziale Zusammenhalt und die Solidarität aller Bürgerinnen und Bürger ist in dieser schwierigen Zeit nun wichtiger mehr denn je. Helfen Sie bitte Nachbarn, Kindern, Älteren und mobilitätseingeschränkten Personen.“, so Landrat Frank Rock.

Der Pegel wird weiter insbesondere durch den Erftverband beobachtet.

Eine Übersicht der aktuellen Wasserstände der Erft und ihren Nebenläufen sind auf der Internetseite des Erftverbandes abrufbar:

https://www.erftverband.de/mapserver/arcshp/flussgebiet/klima_abfluss/howis/html/ev_w_tab_aktwerte.html

Bürgerinnen und Bürger werden ausdrücklich gebeten, auf die eigene Sicherheit zu achten und sich nicht unnötig einer Gefahr aussetzen, indem sie sich bspw. Gewässern nähern.  

 

Nach der 3. Sitzung des Krisenstabs teilt der Rhein-Erft-Kreis folgendes mit:

Da weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Pegel der Erft noch deutlich steigen, bittet der Krisenstab des Kreises die Städte entlang der Erft nachdrücklich die Evakuierungen innerhalb der gefährdeten Hochwasserbereiche weiter voranzutreiben.