Bessere Leistungen bei geringeren Betriebskosten anvisiert

Bild mit einem Stadtbus
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Der Kreistag hatte bereits im September 2017 die grundsätzliche Entscheidung getroffen, künftig die kreiseigene Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) mit der Erbringung der ÖPNV-Leistungen im Rhein-Erft-Kreis zu beauftragen. Nun wurde der sog. öffentliche Dienstleistungsauftrag (ÖDA) beschlossen, in dem die wesentlichen Qualitätsziele für die von der REVG zu erbringende Fahrleistung festgelegt werden. Der ÖDA tritt am 1. Januar 2019, dem Tag der Betriebsaufnahme durch die REVG, in Kraft und gilt für 10 Jahre.

Mit dem ÖDA verfolgen der Kreis und die REVG das Ziel, der Bevölkerung eine angemessene, qualitativ hochwertige und möglichst barrierefreie Versorgung mit öffentlichen Verkehrsdienstleistungen anzubieten. Zu diesen Angeboten zählen neben den Buslinien auch die Leistungen des Anrufsammeltaxi-Verkehrs (AST) sowie des bislang einzigen Bürgerbusses in Fliesteden. Der Rhein-Erft-Kreis und seine Tochter REVG sind überzeugt, eine Erhöhung der Fahrgastzahlen bei gleichzeitiger Verbesserung von Qualität, Umweltfreundlichkeit und Kundenzufriedenheit erreichen zu können.

Der Auftrag schreibt klare Qualitätsstandards vor, die alle Aufgabenbereiche abdecken: für das eingesetzte Personal, die Erschließungs- und Bedienungsqualität der Linien und des Netzes, die eingesetzten Fahrzeuge. Den Beschäftigten des bis Ende 2018 eingesetzten Betreibers bietet die REVG arbeitnehmerfreundliche Übernahmemöglichkeiten an. Damit wird der Kreis auch seiner sozialen Verantwortung als öffentlicher Auftraggeber gerecht.

Landrat Michael Kreuzberg: „Mit der Vorgabe, dass das durchschnittliche Alter der Busflotte lediglich acht Jahre betragen darf, haben wir bewusst eine Regelung gewählt, die es uns ermöglicht, laufend Fahrzeuge mit neuen, möglichst emissionsfreien Antriebstechniken in den Fuhrpark zu integrieren.“ „Ein besonderes Augenmerk“, so Kreuzberg weiter, „legt der Kreis auf die Belange von älteren und mobilitätseingeschränkten Fahrgästen. Ihnen werden künftig regelmäßig dezentrale Schulungen angeboten, um die Hürden zur Nutzung des ÖPNV im Kreis abzubauen. Andererseits werden wir natürlich auch das Fahrpersonal für die Belange dieser Fahrgäste sensibilisieren.“

Der Kreistag hat den ÖDA in seiner Sitzung am 15.03.2018 mit einer großen Mehrheit beschlossen.