Die Paul-Kraemer-Schule in Frechen, eine Förderschule für Geistige Entwicklung in Trägerschaft des Rhein-Erft-Kreises, hat im Frühjahr 2018 mit Mitteln aus einer Erbschaft und Spenden des eigenen Fördervereins wie der Gold-Kraemer-Stiftung das Schülerfirma-Projekt PecKieS ins Leben gerufen.

Kreisdirektor Vogel begrüßt den Food-Truck der Paul-Kraemer-Schule am Kreishaus
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Rhein-Erft-Kreis/Seegebrecht

Kreisdirektor Vogel begrüßt den Food-Truck der PKS und Rektorin Ina Lakermann. Spontan mit dabei sind u.a. die Fraktionsvorsitzenden des Kreistags.

Wichtigster Grundstein des Projekts war der Nachlass von Marlene Peck, deren Name in Verbindung mit den Initialen der Schule sich nun im Projekttitel PecKieS wiederfindet.

Hinter PecKieS verbirgt sich ein Food-Truck, der von den Schülerinnen und Schülern betrieben wird. Das Konzept bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre selbst hergestellten Produkte zu verkaufen und öffentliche Aufmerksamkeit für die Schule zu erlangen. Im halbjährlichen Wechsel sind es etwa sieben Schülerinnen und Schüler, die von der Planung, über das Kochen bis zur anschließenden Reinigung die Einsätze des Trucks begleiten. Damit leistet das Projekt einen praxisnahen Beitrag zur beruflichen Orientierung der Jungen und Mädchen.

„Es macht einfach Spaß, zu zeigen, was man kann“, sagt stolz Nico Meier, Schüler und Mitarbeiter bei PecKieS. „Und echt cool ist, wenn die Leute wiederkommen und sagen, dass ihnen unsere Falafel sehr gut schmecken!“, ergänzt sein Kollege Xiaolong Ke.

Kreisdirektor Michael Vogel begrüßte die Schülerinnen und Schüler sowie die sie begleitenden Lehrkräfte Monika Cremer und Joachim Hemmert an diesem Donnerstag zum ersten Verkaufstag am Kreishaus. Ab Mai wird der Food-Truck dann am ersten und dritten Donnerstag im Monat an der Kreisverwaltung Station machen.

„PecKieS ist ein sehr schönes Projekt, das wir als Kreis gerne unterstützen. Man sieht, dass die Jugendlichen und ihre Lehrer mit großer Begeisterung am Werk sind. Als Schulträger bieten wir der Paul-Kraemer-Schule deswegen sehr gerne die Möglichkeit, ihre tolle Arbeit öffentlich zu präsentieren.“

Die Planungen der Projektverantwortlichen sind noch nicht abgeschlossen. Um das Angebot und die Einsatzmöglichkeiten zu erweitern, soll die Kasse besser integriert, eine Spülmaschine angeschlossen und die Gestaltung des Trucks abgerundet werden. Für die baulichen Erweiterungen wird ein zusätzlicher Anhänger gekauft und ausgerüstet werden müssen. Da der Lebensmittelverkauf selbst keinen Gewinn abwirft, sondern primär der Berufsvorbereitung der Jugendlichen mit Förderbedarf dient, ist die Schule vor der Erweiterung des Food-Trucks auf weitere Spenden angewiesen.