[ Stand: 15 März 2021 - 15:47 Uhr ]

Der Radweg an der Kreisstraße 42 zwischen Elsdorf und Bergheim wird im Interesse der Verkehrssicherheit zeitnah saniert. In diesem Zusammenhang sind einige wenige Bäume entfernt worden, die im Rahmen der Radwegsanierung nicht gerettet werden konnten.

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Im Zuge dieser planmäßigen Fällung wurden auch die benachbarten Bäume, die nicht gefällt werden sollten, in Augenschein genommen. Aufgrund von erheblichen Trockenschäden stellten die Gärtnermeister und ausgebildeten Baumkontrolleure des Kreises fest, dass die Standsicherheit nicht mehr uneingeschränkt gewährleistet war. Deshalb wurde das bereits angerückte Fällunternehmen kurzfristig gebeten, über den ursprünglich beauftragten Umfang hinaus, auch die trockenen Bäume mit zu entfernen.

„Es ist wichtig, dass die Standsicherheit unserer Straßenbäume fortlaufend kontrolliert wird“, so Landrat Frank Rock, „die drei aufeinanderfolgenden Dürrejahre sind auch am Straßenbegleitgrün nicht spurlos vorübergegangen. Über 9.000 Straßenbäume im Zuge von Kreisstraßen können in Trockenperioden leider nicht künstlich bewässert werden.“

Ergeben sich Umstände, die auf eine Erkrankung eines Baumes schließen lassen, sind vom Träger der Straßenbaulast sofort entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Sollte sich eine Gefahr nicht anderweitig abstellen lassen, ist eine Fällung unausweichlich. Bei größeren Baumpflegemaßnahmen informiert das zuständige Fachamt die Untere Naturschutzbehörde sowie die örtliche Presse, damit der Informationsfluss gegeben und die Öffentlichkeit informiert ist. Im vorliegenden Fall war dies aus den dargelegten Gründen leider nicht mehr möglich.

Als Ersatz für die 35 gefällten Bäume an der K 42 zwischen Elsdorf und Bergheim ist vorgesehen 50 Bäume (überwiegend Winterlinden sowie Elsbeere, Hainbuche, u.a.) neu zu pflanzen, sodass der Alleencharakter wiederhergestellt wird. Im Zuge der Radwegsanierung werden Wurzelschutzmaßnahmen ergriffen, damit die neuen Bäume den sanierten Radweg nicht schädigen können.

Die Neupflanzung soll in der nächsten Pflanzperiode im Herbst/Winter 2021 erfolgen. Der Umweltdezernent des Kreises, Uwe Zaar, freut sich, dass eine schnelle Lösung unter Einbindung der Unteren Naturschutzbehörde gefunden werden konnte: “ Wir pflanzen rund 50 neue Bäume, die deutlich klimaresistenter sind und tragen den sich ändernden klimatischen Bedingungen Rechnung. Die Auswahl der unterschiedlichen Baumarten gewährleistet zudem einen hohen ökologischen Wert der Nachpflanzung.”

Bei der Sanierung von Radwegen muss stets eine Abwägung zwischen den Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes auf der einen und den Interessen der Radfahrenden auf der anderen Seite getroffen werden. Aus Gründen des Klimaschutzes soll einerseits die Nutzung des Fahrrads als alltägliches Verkehrsmittel gesteigert und andererseits der Erhalt bestehender und die Anlegung weiterer Gehölzflächen gefördert werden. In diesem Spannungsfeld müssen die Straßenbaubehörden ausgewogene Entscheidungen treffen, beim Thema „Verkehrssicherheit“ besteht aber nur wenig Ermessensspielraum.

Die Kreisverwaltung bedauert die Fällung der Bäume an der K 42 außerordentlich, bittet jedoch aus den dargelegten Gründen um Verständnis dafür, dass angesichts des eindeutigen Schadensbildes und der absehbaren Schadensprogression im Zuge der Entscheidungsfindung den Belangen der Verkehrssicherheit Priorität eingeräumt werden musste. Sobald die neue Allee aufgewachsen ist, wird sie ihre landschaftsästhetische Wirkung und ihre ökologische Funktion wieder voll entfalten.