Erleichterung für Bau- und Handwerksbetriebe bei Abfallentsorgung

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Mit einer neuen Allgemeinverfügung entlastet der Rhein-Erft-Kreis hiesige Bau- und Handwerksbetriebe sowie deren private Auftraggeber. Seit August des letzten Jahres gilt eine Verordnung, die bei Handwerksbetrieben, vor allem Dachdeckern, und ihren Auftraggebern für großen Unmut gesorgt hat.

Neu geregelt wurde der Umgang mit sogenannten POP-haltigen Abfällen - Abfällen also, die persistente organische Schadstoffe beinhalten. Dies sind vor allem Dämmplatten mit dem Flammschutzmittel HBCD. Erzeuger, Besitzer, Sammler, Beförderer und Entsorger von POP-haltigen Abfällen müssen mittels aufwändiger Dokumentation nachweisen, dass sie die Abfälle in einer dafür zugelassenen Anlage ordnungsgemäß entsorgt haben.

Die Dokumentation durch Nachweise und Begleitscheine im elektronischen Nachweisverfahren wurde deshalb nicht nur bei den Handwerksbetrieben als unverhältnismäßig kritisiert. Denn POP-haltige Abfälle wurden früher problemlos von Handwerkern transportiert und bei geeigneten Anbietern entsorgt.

Um Betrieben und privaten Haushalten nicht unnötigen Aufwand zu bereiten, hat der Rhein-Erft-Kreis jetzt einen Vorschlag des Landesumweltministeriums umgesetzt und mittels einer Allgemeinverfügung zugelassen, dass Bau- und Handwerksbetriebe die Abfälle ausnahmsweise ohne Entsorgungsnachweis und Begleitschein zu einer Entsorgungsanlage oder zu seinem Betriebsgelände bringen dürfen. Diese Ausnahme gilt aber nur unter den in der Allgemeinverfügung genannten Voraussetzungen.

Interessierte finden die Verfügung im Amtsblatt des Rhein-Erft-Kreises Nr. 31/2018 (https://www.rhein-erft-kreis.de/amtsblaetter.