Bedburger Anton-Heinen-Schule ist jüngster Zugang und erste Grundschule an Rhein und Erft im Netzwerk

Die Anton-Heinen-Grundschule in Bedburg wird "Schule ohne Rassismus"
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Rhein-Erft-Kreis

Die Anton-Heinen-Grundschule in Bedburg wird "Schule ohne Rassismus"

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus trafen sich in diesen Tagen Vertreter der Schulen aus dem Rhein-Erft-Kreis, die Mitglieder im bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ sind, um gemeinsame Projekte zu entwickeln und sich auszutauschen. Insgesamt gibt es im Kreis 12 zertifizierte Schulen. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte nahmen an dem Treffen teil.

Das Netzwerk ist der größte Verbund von Schulen in Deutschland, dem über 700 Schulen in NRW und mehr als 2.600 bundesweit angehören. Alle Mitglieder haben sich dazu verpflichtet, sich gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt an ihrer Schule einzusetzen, bei Konflikten einzuschreiten und sich mit diesen sensiblen Themen an regelmäßig stattfindenden Projekttagen zu beschäftigen. Voraussetzung für die Auszeichnung ist das Bekenntnis von mindestens 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte sowie der Mitarbeiter, sich für die Mitwirkung im Netzwerk auszusprechen und eine Verpflichtungserklärung zu unterzeichnen.

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Rhein-Erft-Kreises betreut die lokalen Netzwerke an den Schulen im Kreisgebiet und begleitet den damit verbundenen Zertifizierungsprozess der Schulen.

Als jüngstes Mitglied und als erste Grundschule im Rhein-Erft-Kreis wurde vor zwei Wochen die Anton-Heinen-Schule (AHS) in Bedburg in das Netzwerk aufgenommen. Ihr werden im April das Adolf-Kolping-Berufskolleg in Kerpen Horrem und im Juni die Gesamtschule Elsdorf folgen.

Die Gestaltung der Zertifizierungsfeier der AHS lag in den Händen der Grundschulkinder, die mit großer Begeisterung die Vielfalt an ihrer Schule mit musikalischen und künstlerischen Beiträgen sichtbar werden ließen. Der stellvertretende Landrat Bernhard Ripp, der sich mit den Schülerinnen und Schülern über das vielseitige und bunte Programm freute, lobte in einer kurzen Ansprache die couragierte Arbeit:

„Für weitere Grundschulen übernehmt ihr eine wichtige Vorreiterrolle und seid ab jetzt ein Vorbild für viele andere.“

Mit dem Treffen in dieser Woche kamen nun erstmals die Schulen aller Schulformen zu einem Arbeitstreffen zusammen, um sich über vergangene, laufende und künftige Projekte auszutauschen. In ihrer Einleitung stellte Yvonne Rogoll vom Kommunalen Integrationszentrum fest: „Sich gegen Rassismus und Diskriminierung zu positionieren, hat auch etwas mit der Vermittlung von Haltung und Werten zu tun. Dafür braucht es nicht immer besonders viel Lebenserfahrung. Wir sind froh, dass wir Schulen im Kreis haben, die diese Aufgabe im Rahmen des Netzwerks wahrnehmen.“

Schulen, die sich über „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ informieren möchten, können sich an Yvonne Rogoll vom KI Rhein Erft wenden (yvonne.rogoll [at] rhein-erft-kreis.de).