[ Stand: 15 September 2020 - 12:54 Uhr ]

mre-netz regio rhein-ahr verleiht Hygiene-Zertifikat an 85 gesundheitliche Einrichtungen in der Region

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Rhein-Erft-Kreis

Landrat Kreuzberg und der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Schuba

Das mre-netz regio rhein-ahr hat heute das „Qualitätssiegel für Krankenhäuser 2020 -2023“ an 85 medizinische Einrichtungen in der Region verliehen. Koordinationsstelle des Netzwerks ist das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am UKB. Durch die Verpflichtung zur Einhaltung von hygienischen Qualitätszielen wird zu einer Verbesserung im Umgang mit multiresistenten Keimen (MRE) in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beigetragen. Die Zertifizierung trägt aktuell auch zur Bekämpfung des Corona-Virus im Hinblick auf die Gefahr eines möglichen Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst bei. Die Qualitätsziele werden jährlich überprüft und um aktuell relevante Hygiene-Themen ergänzt.

Gefährliche Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze, die unempfindlich gegen Antibiotika oder andere medizinische Wirkstoffe sind, stellen Betroffene und Gesundheitseinrichtungen immer wieder vor eine große Herausforderung. Um den zunehmenden Problemen mit diesen multiresistenten Erregern (MRE) wirksam entgegenzutreten, wurde das „mre-netz regio rhein-ahr“ gegründet, das im September sein 10-jähriges Jubiläum feierte. Heute hat das Netzwerk das „Qualitätssiegel für Krankenhäuser 2020 -2023“, Corona bedingt virtuell, an 85 Krankenhäuser und gesundheitliche Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verliehen. Das Ziel der Zertifizierung ist eine Angleichung und Erhöhung der Qualitätsstandards in den Einrichtungen bzgl. MRE in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern. Prof. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn (UKB) sagte: „Nur mit höchsten qualitativen Hygienestandards in unseren Kliniken und gesundheitlichen Einrichtungen, können wir MRE bekämpfen. Wir freuen uns sehr, dass 85 Einrichtungen in der Region das diesjährige Qualitätssiegel für Krankenhäuser erfolgreich erwerben konnten, denn die Maßnahmen sind auch zur Eindämmung des Corona-Virus zum Zeitpunkt einer möglichen erneuten Welle im Herbst 2020 von größter Bedeutung.“

Die Zertifizierung beinhaltet 10 Qualitätsziele zu wichtigen und zielführenden hygienischen Maßnahmen wie Wissensmanagement, Patientensicherheit durch Basishygiene und Information, Hygieneempfehlungen, Ausbruchsmanagement sowie Antibiotikamanagement. Zu den zertifizierten Teilnehmern zählen 85 Einrichtungen, darunter 60 Akutkrankenhäuser (alle Akutkrankenhäuser im Netzwerkgebiet), 12 Reha-Kliniken, sechs Praxiskliniken/MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum), fünf Fachkliniken und zwei psychiatrische Kliniken. Die Punktevergabe und Zertifizierung im Jahr 2019 bestand einerseits in einer Begutachtung durch ärztliche Koordinatorinnen und andererseits in einer amtsärztlichen Begehung durch das zuständige Gesundheitsamt. Ab diesem Jahr werden alle teilnehmenden Einrichtungen bis ins Jahr 2023 eine jährliche Überprüfung absolvieren, die in vier Jahren bei regelmäßiger Teilnahme automatisch in eine Verlängerung der Zertifizierung mündet. So können den Einrichtungen stetig aktuell relevante Hygiene-Themen angeboten werden.

Das mre-netz regio rhein-ahr umfasst 9 Kreise und Städte. Mitglieder sind neben dem Universitätsklinikum Bonn (Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit als Koordinationsstelle) der Rhein-Sieg-Kreis, der Oberbergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis, die Bundesstadt Bonn, die Stadt Köln, die Stadt Leverkusen sowie aus Rheinland-Pfalz der Kreis Ahrweiler und der Landkreis Neuwied.