„Es kommt nicht allzu häufig vor, dass man die Raumflächen eines bestehenden Schulkomplexes mehr als verdoppelt“, mit diesen Worten fasste Kreisdirektor Michael Vogel den Abschluss des 5,4 Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus an der Heinrich-Böll-Schule in Frechen zusammen.

Gruppenfoto Einweihung HBS-Erweiterung
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Rhein-Erft-Kreis

Vertreter von Kreistag, Kreisverwaltung und die Schulleitung im neu gestalten Foyer der Heinrich-Böll-Schule

Am vergangenen Samstag wurden die neuen Räumlichkeiten anlässlich des Schulfestes ihrer Bestimmung übergeben. Die Kinder, Eltern und Lehrer der Förderschule in Trägerschaft des Kreises konnten die neuen Räume also gemeinsam in Besitz nehmen.

Aufgrund der in den letzten Jahren permanent steigenden Schülerzahlen war die Erweiterung nötig geworden. Ehemals vorhandene Fachräume hatten Zug um Zug in Klassenräume umgewandelt werden müssen, mit der Einführung des Ganztags verschärfte sich die Situation weiter. Der Rhein-Erft-Kreis als Träger hat den Handlungsdruck erkannt und reagiert.

Die Erweiterungsbauten summieren sich auf fast 1.300 Quadratmeter neue Nutzfläche, 27 Räume wurden geschaffen bzw. modernisiert. Ein Highlight ist die 280 Quadratmeter große und multifunktionale Mensa, die auch von der Albert-Schweitzer-Schule nach deren Umzug genutzt werden wird.

Wichtiger für den Schulalltag sind aber die neuen Differenzierungs- und Psychomotorikräume für die Schülerinnen und Schüler. Hier kommt sowohl ein pädagogisches als auch ein therapeutisches Konzept zum Tragen, welches das Zusammenspiel von psychischem Erleben, der psychisch-seelisch-emotionalen Entwicklung sowie der Entwicklung von Motorik und Wahrnehmung berücksichtigt.

In seinen Worten an die Schulgemeinschaft und geladene Gäste stellte Michael Vogel die Baumaßnahmen an der Heinrich-Böll-Schule in einen größeren Zusammenhang aller Modernisierungsmaßnahmen, die der Kreis als Schulträger in den letzten Jahren vorgenommen hat und aktuell noch plant.

„In den vergangenen acht Jahren haben wir rund 40 Millionen Euro in unsere 12 kreiseigenen Schulen investiert. Alleine in den kommenden vier Jahren – also bis 2022 – wird sich diese Summe auf fast 69 Millionen Euro erhöhen. Zwischen 2011 und 2022 werden wir also statistisch in jede Schule fast eine halbe Millionen Euro jährlich investiert haben.“
(Kreisdirektor Michael Vogel)

In dieser Grundsatzentscheidung komme der gesamtpolitische Wille der Verantwortlichen in Kreistag und –verwaltung zum Ausdruck, ihrer Verantwortung als Schulträger in besonderem Maße gerecht zu werden, fasst Vogel das Vorgehen zusammen.

Nach Vogel ergriff auch die Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Frechen, Angelika Münch, das Wort. Sie dankte dem Kreis für die gelungenen Baumaßnahmen und wünschte den Schülern und Lehrern viel Freude mit dem erweiterten Schulbau.