[ Stand: 19 Juli 2021 - 18:56 Uhr ]

Der Krisenstab des Rhein-Erft-Kreises hat sich heute intensiv mit der Katastrophenlage im Kreisgebiet befasst.

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Für das nördliche Kreisgebiet gilt die Lage mittlerweile als stabil, da u.a. für die Steinbachtalsperre keine akute Gefahr mehr besteht. Der Fokus des Krisenstabes richtete sich daher insbesondere auf die Stadt Erftstadt und speziell den Ortsteil Blessem.

In Blessem wird zunächst eine Sicherheitszone von 100 Meter notwendig sein, die, wegen akuter Lebensgefahr, weiter nicht betreten werden darf. Für die Straßenzüge außerhalb dieses Radius wird es die Stadt Erftstadt den Anwohnerinnen und Anwohnern demnächst ermöglichen, zeitweise und begleitet in ihre Häuser und Wohnungen zurückzukehren, um ihr Hab und Gut zu sichern.

„Wir haben dies in enger Abstimmung mit den Fachleuten heute entschieden und können damit immerhin einem Teil der Bevölkerung eine erste, wichtige Perspektive bieten“, so Landrat Frank Rock.

Die Stadt Erftstadt hat die Planungen hierzu aufgenommen. Es werden nicht zeitgleich alle Bewohnerinnen und Bewohner auf einmal in ihre Häuser zurückkehren können. Sobald die Planungen abgeschlossen sind, werden die betroffenen Menschen durch die Stadt Erftstadt gezielt angesprochen, da der Zeitraum der Begehung der Häuser eng abgestimmt werden muss.

Da der organisatorische Aufwand hierfür immens ist, appelliert der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Erftstadt an die Bürgerinnen und Bürger nicht eigenmächtig zu versuchen nach Blessem zu gelangen. Die Ortslage wird weiterhin von der Polizei geschützt.

Parallel prüfen Experten weitere technische Möglichkeiten zur Stabilisierung der Kiesgrube und der entsprechenden Abbruchkante. Sobald diese Ergebnisse vorliegen, erfolgt eine neue Lagebewertung.

„Aus den Gesprächen der letzten Tage weiß ich, dass es für die Betroffenen extrem wichtig ist, zumindest kurzzeitig in ihre Häuser und Wohnungen zurückzukehren. Ich bin froh, dass dieser Schritt nun möglich ist“, so Rock.