[ Stand: 24 März 2020 - 10:43 Uhr ]

Schreiben an die Bürgermeister der zehn kreisangehörigen Städte teilt mit, dass gemäß Krisenstaberlass des Landes NRW eine Einsatzleitung als operativ-taktische Komponente eingesetzt wird.

©

Zerbor, Adobe Stock

In einem Schreiben an die Bürgermeister der zehn kreisangehörigen Städte hat Landrat Michael Kreuzberg heute mitgeteilt, dass er gemäß Krisenstaberlass des Landes NRW „zur Bewältigung einer sich anbahnenden Katastrophe im Sinne des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) unverzüglich eine Einsatzleitung als operativ-taktische Komponente“ einsetzen wird. Mit dieser Entscheidung werden neben dem ohnehin vom Kreis verantworteten Rettungsdienst auch Einsatzkräfte der städtischen Feuerwehren einer kreisweiten Einsatzleitung unterstellt.

Der Landrat begründet seinen Schritt gegenüber den Bürgermeistern: „Die nächsten Wochen werden die Leistungsfähigkeit unseres Rettungswesens, aber auch besonders unserer Krankenhäuser, auf eine harte Probe stellen. […] Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine deutliche Eskalation der Auswirkungen der Coronakrise auf unseren Rettungsdienst, die Kreisleitstelle und die Krankenhäuser in unserem Kreis zu befürchten.“

Die Einsatzleitung wird in Räumen der Stadt Frechen aufgebaut. Sie wird neben dem Krisenstab des Kreises als organisatorische Komponente der Kreisverwaltung das Einsatzgeschehen operativ-taktisch führen. Am Samstag hatte der Landrat bereits alle mit der aktuellen Lage befassten Amtsbereiche der Kreisverwaltung dem Krisenstab unterstellt und dafür aus dem üblichen Verwaltungsaufbau herausgelöst. Mit der heutigen Entscheidung, die auch die operativen Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr bündelt, sind im Rhein-Erft-Kreis alle organisatorischen Verfahren zur Vorbereitung auf einen Katastrophenfall abgeschlossen.

Landrat Kreuzberg betont gegenüber den Bürgermeistern: „Da ich auf unser aller personelle und sachliche Ressourcen zurückgreife, möchte ich mich für Ihre Unterstützung nicht nur vorab bedanken, sondern bin auch sicher, dass wir gemeinsam die schweren vor uns liegenden Aufgaben meistern werden.“