[ Stand: 01 April 2020 - 18:16 Uhr ]

Insgesamt vier Tote im Kreis mit positivem Corona-Befund – Deutlicher Anstieg der Fallzahlen in Krankenhäusern

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Mit der Pressemitteilung von heute Morgen (10.46 Uhr) hat die Kreisverwaltung über einen zweiten Todesfall im Rhein-Erft-Kreis informiert.

Im Tagesverlauf sind die Meldungen von zwei weiteren verstorbenen Personen bei der Kreisverwaltung eingegangen: Gestern Abend starb eine 97-jährige Kerpenerin im Sana-Krankenhaus Hürth. Heute starb ein 79-jähriger Kerpener im St. Katharinen-Hospital Frechen. Beide wurden positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet.

Ein weiterer 77-jähriger Kerpener ist heute ebenfalls im Frechener Krankenhaus gestorben. Der Mann galt als Verdachtsfall. Das Ergebnis eines zu Lebzeiten genommenen Corona-Tests steht aber zur Stunde noch aus.

Landrat Michael Kreuzberg spricht den Angehörigen aller Verstorbenen sein tief empfundenes Beileid aus. Die Todesumstände der bisher vier Verstorbenen im Rhein-Erft-Kreis machen deutlich, dass eine eindeutige Bestimmung, ob die COVID-Infektionen ursächlich für deren Ableben waren, teilweise nicht möglich ist. Der Rhein-Erft-Kreis verwendet daher die Sprachregelung, dass Personen „mit“ Corona-Befund verstorben sind.

Die verbindliche Aussage, ob Personen „an“ der Virus-Infektion verstarben, ist besonders bei Menschen mit schweren Vorerkrankungen sehr schwierig.

Fallzahlen nach Kommunen

Anmerkungen:

  • Indexfälle sind positiv auf Corona getestete Personen.
  • Der Status „genesen“ gilt mit dem Ablaufen der Quarantäne von erkrankten Personen (sofern diese dann symptomfrei sind).
Kommune Quarantäne insgesamt Personen in Quarantäne Indexfälle insgesamt genesen Todesfälle Indexfälle aktuell
Bedburg 195 66 19 7 0 12
Bergheim 256 83 27 10 0 17
Brühl 247 109 36 7 1 28
Elsdorf 82 33 12 2 0 10
Erftstadt 284 104 25 8 0 17
Frechen 463 149 61 20 0 41
Hürth 347 124 47 15 0 32
Kerpen 643 319 96 9 3 84
Pulheim 435 108 50 17 0 33
Wesseling 184 99 28 9 0 19
Rhein-Erft-Kreis 3136 1194 401 104 4 293

Stationäre Behandlung von bestätigten und Verdachtsfällen (Krankenhäuser)

Anm.: Die Datenerfassung der Krankenhäuser hat sich ab heute geändert. Da die Krankenhäuser bei ihrer Behandlung nicht zwischen Infizierten und Verdachtsfällen unterscheiden – auch Verdachtsfälle werden präventiv auf Isolierstationen behandelt – meldet der Kreis ab heute die Belegung der COVID-Stationen in den Häusern. Sofern Personen nicht infiziert sind, können sie gemäß der internen Planungen der Krankenhäuser dann auch auf andere Stationen verlegt werden. Die Fallzahlen steigen dadurch einmalig deutlich an.

Bedburg Bergheim Brühl Erftstadt Frechen Hürth Wesseling Gesamt
Normalstation 2 6 2 9 10 7 10 46
Intensiv (ohne Beatmung) 0 0 0 1 0 0 2 3
Intensiv (mit Beatmung) 2 4 0 2 3 2 1 14