[ Stand: 25 Februar 2020 - 10:00 Uhr ]

Bisher keine Verdachts- oder Erkrankungsfälle im Rhein-Erft-Kreis

Bild mit Ärzten, Diagnose
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Seit Dezember 2019 sind in Wuhan, der Hauptstadt einer zentral-chinesischen Provinz, vermehrt Fälle von Erkrankungen des Atemtraktes durch ein neuartiges Virus, das sogenannte Corona-Virus, aufgetreten. Ursprung bzw. Ansteckungsquelle sind vermutlich Tiermärkte. Die Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch gilt als nachgewiesen. Inzwischen hat das Robert Koch-Institut weitere Regionen als Risikogebiete deklariert:

  • China: Provinz Hubei (inklusive Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang.
  • Iran: Provinz Ghom
  • Italien: Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien
  • Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Zum Jahreswechsel hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über ein vermehrtes Auftreten von Lungenentzündungen in dieser Region informiert. Eine Woche später wurde der Beweis erbracht, dass das neuartige Virus Ursache dieser Erkrankung ist.

Inzwischen wurden in China über 78.000 Fälle an Neuerkrankungen registriert und, damit im Zusammenhang stehend, mehr als 2.500 Todesfälle. Das Auswärtige Amt rät daher von nicht notwendigen Reisen nach China ab und empfiehlt diese zu verschieben.

Bisher wurde das Geschehen von der Weltgesundheitsorganisation nicht als internationaler Gesundheitsnotstand eingestuft. Die Lage vor Ort wird seitens der WHO kontinuierlich bewertet.

Im Rhein-Erft-Kreis ist bisher kein Verdachts- oder Erkrankungsfall an dem neuartigen Corona-Virus aufgetreten. Das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises ist aber auf das mögliche Auftreten des neuartigen Corona-Virus vorbereitet und orientiert sich dabei an den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI).

Bestätigt sich der Verdacht auf Vorliegen auf einer Corona-Virus-Infektion bei einem Patienten so wird die betroffene Person zur diagnostischen Abklärung isoliert und entsprechend behandelt.

Ein Impfstoff gegen das Virus, das grippeähnliche Symptome hervorruft, steht bisher nicht zur Verfügung. Allerdings gibt es Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Coronaviren. Diese werden momentan in klinischen Studien erprobt.

Um grundsätzlich die Ausbreitung von Virusinfektionen zu vermeiden, sollten allgemein hygienische Maßnahmen (Vermeiden von Händegeben- insbesondere zur Grippezeit, Vermeiden von Anhusten und Anniesen, gründliches Händewaschen) beachtet werden. Zusätzlich rät das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises Personen, die bisher nicht geimpft worden sind, eine Grippeschutzimpfung durchführen zu lassen. Dies gilt vor allem für Personen mit gravierenden Allgemeinerkrankungen des Herzens und der Lunge sowie für Diabetiker. Darüber hinaus ist eine Grippeschutzimpfung für über 60-jährige Personen, Schwangere und Personen, die in Pflegeberufen oder in Berufen mit ausgeprägtem Publikumsverkehr arbeiten ratsam.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Corona-Virus sowie zusätzliche Informationen finden Bürgerinnen und Bürger auch auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html).

Die hier eingestellten FAQ`s basieren auf wissenschaftlich fundierten Hinweisen und werden regelmäßig aktualisiert.