[ Stand: 04 September 2020 - 07:56 Uhr ]

Rhein-Erft-Kreis und FAW unterstützen Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

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Rhein-Erft-Kreis

Die Corona-Pandemie stellt Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen vor besondere Herausforderungen. Ängste, verringerte Kontakte und der Wegfall von Versorgungsangeboten begünstigen z.B. den Rückfall in eine Suchterkrankung oder können zu einer akuten psychischen Krise führen. Mit einem Soforthilfeförderprogramm treten der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamtes und die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) dieser Entwicklung entgegen. Wichtigstes Ziel ist es, psychisch belastete Personen durch Beratung und Unterstützung wieder an vorhandene Hilfesysteme anzubinden. Finanziell gefördert wird das Soforthilfeförderprogramm durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW.

Veränderungen im Arbeitsbereich (Home-Office), Angst um den Arbeitsplatz, finanzielle Sorgen, der Wegfall wichtiger Betreuungsangebote und geltende Kontaktbeschränkungen können psychische Belastungen hervorrufen. Dies gilt in besonderem Maße für Menschen mit bereits bestehenden psychischen Beeinträchtigungen oder (chronisch-) psychischen Erkrankungen. Bei ihnen können Vereinsamung, der Verlust der Tagesstruktur und der Wegfall wichtiger Versorgungsangebote zu einem Rückfall in eine Suchterkrankung, zu einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit bis hin zu einer akuten psychischen Krise führen.

Hinzu kommt, dass die aktuelle Corona-Situation eine erschwerte Erreichbarkeit von hilfesuchenden bzw. unterstützungsbedürftigen Menschen umfasst. Betroffene Personen ziehen sich zurück und nehmen Regelangebote vermindert oder teilweise gar nicht mehr wahr. Verschiedene Akteure im Rhein-Erft-Kreis berichten, bestehende und neue Klientinnen und Klienten teilweise nicht mehr erreichen zu können. Kontakte zu Unterstützer/innen, Berater/innen, Hilfssystemen und anderen Personen der Zielgruppe werden oftmals abgebrochen.

Verstärkt kommen hygienespezifische Herausforderungen der Anbieter von Beratungen hinzu, die insbesondere in den ersten Monaten der Corona-Pandemie zu einer wachsenden Distanz zur Zielgruppe geführt haben.

Aus diesem Grund hat der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamtes sein bestehendes Angebot erweitert und in Kooperation mit dem freien Träger Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) ein Soforthilfeförderprogramm initiiert, welches durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW finanziell gefördert wird.

Ziel des Soforthilfeförderprogramms ist es, psychisch belastete Personen im Rhein-Erft-Kreis während der Corona-Pandemie psychologisch und sozialpädagogisch zu beraten, zu unterstützen und möglichst wieder an vorhandene Hilfesysteme anzubinden.

Ein Erstgespräch kann unter der Hotline 02271/83-15368 oder 02271/83-15367 während folgender Zeiten vereinbart werden:

Mo-Do          08:00 - 16:00 Uhr

Fr                 08:00 - 12:30 Uhr  

 

Alle Angebote sind kostenlos, unverbindlich und freiwillig.