[ Stand: 05 April 2022 - 12:57 Uhr ]

Umsatzrekord – Verkäufe übersteigen erstmals 2,2 Milliardenmarke

© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Rhein-Erft-Kreis hat die aktuellen Zahlen für 2021 veröffentlicht. Grundlage der Statistik sind circa 5300 Verträge von Immobilienverkäufen, die durch die Geschäftsstelle ausgewertet wurden. Dabei handelt es sich nicht nur um Kaufverträge bebauter und unbebauter Grundstücke, sondern auch um Acker- oder Gewerbeflächen. Der Gesamt-umsatz aller Verkäufe im Rhein-Erft-Kreis lag bei rund 2,265 Milliarden Euro, das sind 15% mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Baulandrichtwert erstmals über 700 Euro /m2

Auch bei den zum 1. Januar 2022 beschlossenen Bodenrichtwerten für unbebaute Grundstücke gibt es - über den gesamten Rhein-Erft-Kreis - teilweise erhebliche Steigerungen. Hier unterscheidet der Gutachterausschuss zwischen den Städten östlich und westlich der Ville: In den eher ländlich geprägten Städten westlich der Ville liegen die höchsten Bodenrichtwerte zwischen 280 Euro/m² und 610 Euro/m². In den in unmittelbarer Nähe zur Stadt Köln liegenden Städten östlich der Ville bewegen sich die höchsten Bodenrichtwerte zwischen 380 Euro/m² und 750 Euro/m².  Der teuerste Bereich im Rhein-Erft-Kreis liegt in der Stadt Frechen mit einem Wert von 750 Euro/m² baureifes Land.

Anstieg auch bei den Immobilienrichtwerten 

Die sogenannten Immobilienrichtwerte für Einfamilienhäuser beinhalten neben dem Bodenwert auch den Wert des aufstehenden Wohngebäudes. Unter diese Kategorie fallen zum Beispiel freistehende Einfamilienhäuser, Reihenhäuser oder Doppelhäuser. Die Immobilienrichtwerte sind in Euro pro m² Wohnfläche angegeben und beziehen sich ausschließlich auf Weiterverkäufe – nicht auf Neubauten.  Dabei befanden sich die jeweils höchsten Immobilienrichtwerte für Einfamilienhäuser der Städte westlich der Ville in einem Bereich zwischen 3.200 Euro/m² und 4.100 Euro/m², die der Städte östlich der Ville erheblich höher zwischen 4.100 Euro/m² und 5.600 Euro/m². Der höchste Immobilienrichtwert befindet sich ebenfalls in der Stadt Frechen mit durchschnittlich 5.600 Euro/m² Wohnfläche.

Auch die Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen sind in Euro pro m² Wohnfläche angegeben und beziehen sich ebenfalls ausschließlich auf Weiterverkäufe. Dabei befanden sich die jeweils höchsten Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen der Städte westlich der Ville in einem Bereich zwischen 2.630 Euro/m² und 3.130 Euro/m². Auch hier sind die Werte östlich der Ville erheblich höher und liegen zwischen 3.000 Euro/m² und 3.720 Euro/m². Der höchste Immobilienrichtwert befindet sich in der Stadt Hürth mit 3.720 Euro/m² Wohnfläche.

Alle aktuellen Boden- und Immobilienrichtwerte und die Werte der Vorjahre können unter http://www.boris.nrw.de/ kostenfrei eingesehen und ausgedruckt werden. Hier findet sich auch der „Grundstücksmarktbericht 2022“.