[ Stand: 15 April 2020 - 09:45 Uhr ]

Trotz der kompletten Schließung des Kreishauses erfolgte seitens der Ausländerbehörde des Kreises in den vergangen Wochen eine weitere Sachbearbeitung. Coronabedingt kam es allerdings kam zu Verzögerungen, insbesondere bei der Ausstellung von Aufenthaltserlaubnissen.

Bild mit Antrag zur Einbürgerung und Reisepass
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Grund hierfür ist, dass die biometrischen Daten wie z.B. Fingerabdrücke unmittelbar bei der Ausländerbehörde abgegeben werden müssen. Erst im Anschluss ist eine Produktion des elektronischen Aufenthaltstitels in Berlin möglich. Nachdem die Ausländerbehörde in den letzten Wochen den Antragstellern mit Kopien und anderen vorübergehenden Lösungen unbürokratisch geholfen hat, kann jetzt ein weiterer Schritt in Richtung Normalisierung gegangen werden.

Ordnungsdezernent Martin Gawrisch teilt heute mit, dass unter besonderen Vorkehrungen zum Schutz der Kunden und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betrieb der Ausländerbehörde des Rhein-Erft-Kreises, zuständig für alle kreisangehörigen Kommunen (ausgenommen Bergheim und Kerpen), wieder ein Stück weiter normalisiert werden kann. So hat die Ausländerbehörde zum Schutz von allen AusländerInnen sowie zum Schutz der eigenen MitarbeiterInnen eine pragmatische Lösung der besonderen Art geschaffen. Ausschließlich zur Abgabe der Fingerabdrücke und zur Abholung des elektronischen Aufenthaltstitels wurden einige Fenster im Untergeschoss des Gebäudes für einen eingeschränkten Publikumsbetrieb vorbereitet.

Martin Gawrisch betont jedoch: “Dies ist eine Sonderregelung, damit die beantragten Aufenthaltserlaubnisse erteilt und ausgegeben werden können. Für die Menschen, deren Beschäftigung an der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gebunden ist, ist dies ein unabdingbarer Weg und eine Chance, wenigstens ein bisschen Normalität zu schaffen. Klar ist aber auch, dass eine Vorsprache ausschließlich mit einem Termin möglich ist, um das gesundheitliche Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus für alle Personen so gering wie möglich zu halten. Die Ausländerbehörde wird in den nächsten Tagen dem betroffenen Personenkreis eine schriftliche oder telefonische Information zukommen lassen.“

Weiter erklärt der Ordnungsdezernent Martin Gawrisch: „Nach der Zulassungsstelle, die seit wenigen Wochen wieder für einen eingeschränkten Publikumsverkehr geöffnet ist, wird die Ausländerbehörde nun der zweite Bereich, für den wir unter Einhaltung besonderer Schutzvorkehrungen eine Annäherung an den Normalbetrieb ermöglichen.