Qualitätssiegel der ‚mre-Netz regio rhein-ahr‘ geht an 42 Einrichtungen

Mitarbeiter der ausgezeichneten Alten- und Pflegeeinrichtungen
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Rhein-Erft-Kreis/Seegebrecht-Keitel

Mitarbeiter der ausgezeichneten Alten- und Pflegeeinrichtungen

Eine der größten Herausforderungen in der modernen Medizin ist die Bekämpfung sogenannter multiresistenter Erreger (mre) und dies nicht nur im Bereich der Krankenhäuser sondern insbesondere auch in Einrichtungen der Pflege.

Am 3. Dezember fand im Kreishaus Bergheim die zweite Verleihung des Hygienesiegels für Pflegeeinrichtungen statt. 200 Alten- und Pflegeeinrichtungen aus der ganzen rheinischen Region haben am Zertifizierungsverfahren teilgenommen. Dazu gehören erfreulicherweise auch 42 von insgesamt 55 Einrichtungen aus dem Rhein-Erft-Kreis, die sich den strengen Qualitätskriterien unterwerfen.

Diese Zahlen machen deutlich, dass das Hygienesiegel zu einem akzeptierten Qualitätsstandard im Rheinland geworden ist. Das erste Siegel wurde im Oktober 2014 vergeben und läuft Ende dieses Jahres ab. In der ersten Runde wurden 33 Pflegeeinrichtungen im Kreis ausgezeichnet, 2017 dann weiter sieben Einrichtungen nachträglich gesiegelt.

Unter den nunmehr 42 bis Ende 2022 ausgezeichneten Pflegeeinrichtungen sind vier Beatmungseinrichtungen, davon eine Beatmungseinrichtung für Kinder und drei Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung.

Das mre-Netz regio rhein-ahr ist ein überkommunales, Bundesländer übergreifendes Netzwerk, welches einen bedeutsamen Beitrag zur Verbesserung des vorbeugenden Gesundheits- und Infektionsschutzes der Bevölkerung in unserer Region leistet. Acht Jahre nach der Gründung des mre-Netzes regio rhein-ahr stellt die zweite Siegelverleihung einen weiteren Fortschritt in der Koordination des infektionshygienischen Managements multiresistenter Erreger in Gemeinschaftseinrichtungen dar.

Den Festvortrag der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Martin Exner, Direktor des Institutes für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn. Im Anschluss erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pflegeeinrichtungen ihre Zertifikate aus den Händen des Leiters des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Franz-Josef Schuba, sowie von Herrn Prof. Exner.

Exner und Schuba dankten allen am Zertifizierungsprozess Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Trotz der hohen Anforderungen zeigten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegeeinrichtungen sehr motiviert, mit den Fachkräften des Gesundheitsamtes zu kooperieren, um auf diesem sensiblen Gebiet der vorsorgenden Medizin an einem Strang zu ziehen.