[ Stand: 05 August 2021 - 14:48 Uhr ]

Auch das Kreisstraßennetz ist durch Über- und Unterspülungen in Mitleidenschaft gezogen worden. Die K 23 zwischen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Brüggen war besonders stark betroffen.

Bild über Straßenbau, große Baumaschinen
©

Stockr, fotolia.de

Neben einer punktuellen Schädigung der Fahrbahn war der Radweg auf einer Gesamtlänge von ca. 150 m weggebrochen. Die K 23 wurde inzwischen instandgesetzt und steht dem Verkehr nach wochenlanger Vollsperrung wieder in gewohnter Weise zur Verfügung.Damit ist das gesamte vom Hochwasser betroffene Kreisstraßennetz einschließlich der Radwege wieder ohne Einschränkungen nutzbar.

Landrat Frank Rock ist sehr froh, dass die Kreisstraßen von den Unwetterfolgen weniger stark als die Autobahnen, Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen betroffen und überwiegend bereits nach kurzer Zeit wieder befahrbar waren: „Herzlichen Dank an die Fa. Frauenrath, die in unserer Notlage sofort bereit war, die Erneuerung des Radweges an der K 42 zwischen Elsdorf und Bergheim zu unterbrechen um die Schäden an der K 23 zu beseitigen. Besonders hat es mich gefreut, dass die Auftragsvergabe sehr unbürokratisch und unkompliziert abgelaufen ist; alle auf Auftraggeber- und Auftragnehmerseite Beteiligten haben in Rekordzeit Hand in Hand und sehr fair zusammengearbeitet.“

Soweit es die hohen Wasserstände zuließen, waren augenscheinlich keine größeren Schäden an den vom Hochwasser betroffenen Brücken erkennbar. Sicherheitshalber werden dennoch alle Brücken einer Sonderprüfung durch speziell ausgebildete externe Brückenprüfer unterzogen. Falls erforderlich, werden die notwendigen Maßnahmen an den Brücken so schnell wie möglich durchgeführt. Der Kreis geht davon aus, dass die Uferbefestigungen unter den Brücken in vielen Fällen komplett erneuert werden müssen. Hier wird der hohe Wasserstand erhebliche Schäden verursacht haben. Die notwendigen Sanierungsarbeiten können aber ohne nennenswerte Eingriffe in den fließenden Verkehr erledigt werden.

Der Kreis hofft, dass nun auch die anderen Straßenbaulastträger ihre gesperrten Straßen sukzessive wieder für den Verkehr freigeben können. Mit der Wiederinbetriebnahme der L 495 zwischen Gymnich und Kierdorf/Brüggen hat der Landesbetrieb Straßen NRW bereits einen wichtigen Beitrag zur Entspannung der Verkehrssituation im Grenzbereich zwischen Erftstadt und Kerpen geleistet.

Die Situation im linksrheinischen Autobahnnetz bleibt vorerst aber weiterhin angespannt. Die Sanierung der Schäden an der A 1 und der A 61 wird sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Über die gesperrten Straßenabschnitte informiert tagesaktuell die Internetseite der Verkehrsleitzentrale des Landes NRW (www.verkehr.nrw.de).

Da viele Verkehrsteilnehmer, trotz der verkehrlichen Einschränkungen, versuchen ihr Ziel in der gewohnten Zeit zu erreichen, appelliert Landrat Rock:

„Haben Sie bitte Geduld und passen Sie Ihre Geschwindigkeit und Ihre Fahrweise an die geänderte Verkehrssituation an. Planen Sie für Ihre Fahrten mehr Zeit ein. Neben Sie aufeinander noch mehr Rücksicht und denken Sie auch an die Straßenanlieger in den Ortsdurchfahrten, die einem erheblichen Mehrverkehr ausgesetzt sind. Wir können die missliche Situation zurzeit leider nur schrittweise verändern.“