[ Stand: 05 März 2020 - 16:56 Uhr ]

Die Veranstaltungen des Rhein-Erft-Kreises im Rahmen der 5. Demenzwoche finden nicht wie geplant statt.

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Die aktuellen Diskussionen und Sachstände zum Corona-Virus haben den Landrat Michael Kreuzberg bewogen, die fünf größeren Veranstaltungen, die der Rhein-Erft- Kreis in Kooperation mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz der Region Köln und das südl. Rheinland geplant hatte, abzusagen.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Veranstaltungen:

  • Auftaktveranstaltung am 21.03.2020
  • Vortrag von Herrn Dr. Lütz am 23.03.2020
  • Digitalisierung zu Hause und in der Pflege am 24.03.2020
  • Demenz und Verwahrlosung am 25.03.2020 und
  • "Der Ball“ Tanzen für Menschen mit und ohne Demenz am 28.03.2020

Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises getroffen.

„Die Informationsveranstaltungen der 5. Demenzwoche richten sich in erster Linie an ältere Menschen, Betroffene sowie Menschen, die in der Pflege und Betreuung von älteren und geschwächten Personen tätig sind. Gerade diese Gruppen wären im Falle einer Ansteckung durch den Corona-Virus besonders gefährdet“ betont Christian Nettersheim, Gesundheits- und Sozialdezernent des Rhein-Erft- Kreises. „Wir möchten das Infektionsrisiko für diesen Personenkreis so gering wie möglich halten, deshalb haben wir uns für diese präventive Maßnahme entschieden. Die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger steht für uns an erster Stelle.“

Das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises verweist auf die aktuelle Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, das die Risikobewertung für die Weiterverbreitung des Corona-Virus am Montag von „gering bis mäßig“ auf „mäßig“ angehoben hat. Es handele sich um ein neuartiges Virus, dessen Eigenschaften noch erforscht werden müssen. Bisher ist bekannt, dass auch Menschen ohne Krankheitszeichen das Virus übertragen können. Das macht Präventionsmaßnahmen bei größeren Veranstaltungen sehr schwierig.

Der Rhein-Erft-Kreis wird den verschiedenen Kooperationspartnern empfehlen, selbst kritisch einzuschätzen, ob die geplanten Veranstaltungen in den Pflegeeinrichtungen und Tagespflegen durchgeführt werden können.