[ Stand: 28 November 2018 - 12:33 Uhr ]

In den letzten zwei Jahren haben sich verschiedene AutorInnen mit dem Thema „Erinnerungskultur Braunkohle“ auseinandergesetzt.

Braunkohletagebau
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Helmut Weingarten

Ergebnisse dieser Überlegungen sind nun in der Broschüre „Braunkohle im Rhein-Erft-Kreis - Perspektiven nachzulesen.

Dr. Klaus-Dieter Kleefeld vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) beschreibt im ersten Beitrag die Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit der Landschaft an der Erft sowie ihre frühe Nutzung und Besiedlung. Über die Förderung und den ungeahnten Aufschwung der Braunkohle im Rheinischen Revier informiert Dr. Alexander Kierdorf vom Verein rheinische Industriekultur. Seine Ausführungen zeigen sehr anschaulich den Weg der Braunkohle von der Cöllnischen Umbra über die ersten industriellen Verwendungen als Brikett und Treibstoff hin zur Energiequelle im globalen Wettbewerb. Über die lange und abwechslungsreiche Besiedlungsgeschichte schreiben Dr. Udo Geilenbrügge, Leiter der Außenstelle Bodendenkmalpflege des LVR in Titz, Dr. Anja Schmid-Engbrodt vom Arbeitskreis Hausforschung sowie die Journalistin Claudia Friedrich, die sich erzählerisch dem abgebaggerten Schloss von Morken-Harff nähert.

Die Beiträge von Dr. Martina Gelhar, Leiterin der Abteilung Landschaftliche Kulturpflege des LVR und Mirca Litto, Geschäftsführerin des Rhein-Erft Tourismus, vermitteln die Potenziale einer Nachnutzung der durch die Braunkohle entstandenen Anlagen, Gebäude und Landschaften. Wie eine vernetzte öffentliche Ausstellung zur Braunkohlengeschichte im Rhein-Erft-Kreis aussehen könnte wird von den d-m-d-Museumsfachleuten Reinhold Dreekes und Klara Heim in einem „Sieben-Säulen-Konzept“ vorgestellt. Dabei werden die Komponenten „Geschichten am Feuer erzählen“ sowie „moderne digitale Vermittlungsformen“ zu einer ersten spannenden Zeitreise vereinigt.

Die Kreisarchivarin Gabriele Mohr verweist in ihren Beiträgen einerseits auf die technische Vernetzung des Rheinischen Reviers mit der ehemaligen Weserhütte in Bad Oeynhausen und stellt zudem die interaktive Stele „Braunkohle“ als Teil der mobilen Archivausstellung vor.

Die Broschüre ist im Kreisarchiv erhältlich (so lange der Vorrat reicht) und kann zudem hier als PDF heruntergeladen werden.

Die Stele „Braunkohle“ steht allen Interessierten zur Verfügung und kann ausgeliehen werden. Der Ausleiher ist nur für den Transport und die Versicherung in seiner Einrichtung zuständig.

Anfragen richten Sie bitte an das Kreisarchiv: archiv@rhein-erft-kreis.de