[ Stand: 28 November 2018 - 12:20 Uhr ]

Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Erft-Kreises (KI REK) bietet öffentlichen Institutionen und gemeinnützigen Einrichtungen einen kreisweiten Sprachmittler*innenservice an.

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Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Damit sollen Hindernisse in der Kommunikation zwischen Behörden, Einrichtungen und zugewanderten Menschen mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen abgebaut werden. Die ehrenamtlichen Sprachmittler*innen begleiten (Neu-) Zugewanderte zu Elterngesprächen, Informationsveranstaltungen oder zu Terminen in Beratungsstellen, medizinischen und sozialen Einrichtungen.

Das Engagement der Sprachmittler*innen findet auf ehrenamtlicher, nicht professioneller Basis statt. Gespräche zu rechtsverbindlichen Sachverhalten sowie beglaubigte Übersetzungen müssen von hauptamtlichen Dolmetschern*innen/Übersetzern*innen übernommen werden. Darüber hinaus sind Aufträge von Bildungseinrichtungen zur Ermittlung von sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen (z.B. sog. AOSF-Verfahren) aus dem Vermittlungsverfahren vollständig ausgeschlossen.

Wer kann ein/e Sprachmittler*in werden?

Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein und gut Deutsch sprechen. Sie sind bereit, ein Führungszeugnis vorzulegen, eine Datenschutzerklärung zu unterschreiben und verpflichten sich, das Datengeheimnis während und nach Ihrer Tätigkeit als Sprachmittler*in einzuhalten. Sie bringen die Bereitschaft mit, an den regelmäßigen Schulungen des KI REK teilzunehmen, die für alle ehrenamtlichen Sprachmittler*innen verpflichtend sind.

Für Ihr Engagement erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25,- € für die erste Stunde und 5,- € für jede weitere angefangene halbe Stunde (Fahrtkosten inbegriffen). Sie sind während Ihres Einsatzes über den Rhein-Erft-Kreis haftpflicht- und unfallversichert.

Wir suchen ehrenamtliche Sprachmittler*innen und freuen uns über Ihr Interesse!

Melden Sie sich bei uns per Telefon (02271 / 83-10232) oder per E-Mail: marina.chanine [at] rhein-erft-kreis.de.

Verfahrensablauf für Auftraggeber*innen

Kommunale Einrichtungen des Kreises, Verbände, Initiativen und Vereine können beim KI REK ein Buchungsformular per E-Mail einreichen (marina.chanine [at] rhein-erft-kreis.de), wenn sie für einen Termin die Unterstützung eines/r Sprachmittlers/in bzw. Dolmetschers/in benötigen. Anfragen sollten mindestens zwei Wochen vor dem Termin beim KI REK eingehen. In Einzelfällen können Anfragen kurzfristig behandelt werden. Zur Erhaltung und Steigerung der Qualität des ehrenamtlichen Sprachmittler*innenpools füllt der/die Auftraggeber*in nach dem Einsatz eines/r Sprachmittlers*in einen Feedbackbogen aus und übersendet ihn an das KI REK per E-Mail (marina.chanine [at] rhein-erft-kreis.de) oder Fax (02271/83-20210).

Die Kosten für die Sprachmittler*innen- und Dolmetscher*innendienste werden vom KI REK getragen. Da die Weiterleitung der Sachausgabenmittel an Dritte nicht möglich ist, wird die Aufwandsentschädigung bzw. das Honorar vom KI REK direkt auf das Konto der eingesetzten Sprachmittler*innen/Dolmetscher*innen überwiesen. Die Fördermittel sind für den Kreis und für jede Kommune begrenzt. Sie werden nach dem Umlageschlüssel für die Kommunen aufgeteilt.

Es besteht das Verbot der Doppelförderung, d.h. die Leistungen dürfen nur aus einem Förderprogramm finanziert werden.