Bildung und Teilhabe für bedürftige Kinder (BuT)

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Leistungen nach dem SGB II oder dem SGB XII erhalten bzw. deren Eltern Wohngeld oder einen Kinderzuschlag beziehen, können einen Rechtsanspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen haben.

Durch das Starke-Familien-Gesetz vom 29. April 2019 (BGBl. I, S. 530) ergeben sich zum 01.08.2019 Änderungen im Bereich des Bildungs- und Teilhabepakets. Über die wesentlichen Änderungen möchten wir Sie gerne informieren.

Mit einem Antrag auf Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld) und dem SGB XII (hier nur: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung), ist eine gesonderte Antragstellung für Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket nicht mehr erforderlich, mit Ausnahme der Lernförderung. Die gesonderte Antragstellung entfällt jedoch in der Zeit vom 01.07.2021 – 31.12.2023. Der Förderbedarf muss jedoch weiterhin nachgewiesen werden. Für weitere Informationen hierzu können Sie sich an Ihr Jobcenter/Sozialamt wenden. Bezieher der SGB XII-Leistung: Hilfe zum Lebensunterhalt, müssen weiterhin einen Antrag auf Bildungs- und Teilhabeleistungen stellen.

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene deren Eltern Wohngeld oder einen Kinderzuschlag beziehen, ist ebenfalls weiterhin immer ein gesonderter Antrag zu stellen. Die Schriftform ist allerdings entfallen.

Es soll dadurch verhindert werden, dass Ansprüche auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket durch verspätete Antragstellung verloren gehen. Für die einzelnen Leistungen selbst sind allerdings in der Regel weiterhin Nachweise zu erbringen.

Es erfolgt keine Übernahme von Kosten für die Beschaffung digitaler Endgeräte für die Teilnahme am pandemiebedingten Distanz-Schulunterricht über das Bildungs- und Teilhabepaket.
Sollten Sie Leistungen nach dem SGB II erhalten, wenden Sie sich diesbezüglich bitte an die für Sie zuständige Geschäftsstelle des Jobcenters Rhein-Erft. Sollten Sie Leistungen nach dem SGB XII erhalten, wenden Sie sich bitte an das Sozialamt Ihrer Kommune. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie auch als Bezieher von Wohngeld und/oder Kinderzuschlag einen einmaligen Bedarf für die Beschaffung digitaler Endgeräte für den o.a. Zweck nach dem SGB II geltend machen. Wenden Sie sich bitte dazu an das Jobcenter Rhein-Erft in Ihrer Kommune. Diese Regelung gilt ab dem 01.01.2021.

Der einmalige Kinderfreizeitbonus wird von der Familienkasse ausgezahlt. Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kinderfreizeitbonus

Hinweise zur gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung während der Corona-Pandemie:

Bitte entnehmen Sie die Informationen zur Mittagsverpflegung den Downloads auf der rechten Seite.

Hinweise zur Lernförderung während der Corona-Pandemie:

Bitte entnehmen Sie die Informationen zur Lernförderung den Downloads auf der rechten Seite.

Benötigte Unterlagen: 

Achtung: Bitte die Unterlagen in Kopie einreichen! Die Antragsbearbeitung erfolgt elektronisch; die Dokumente werden nach dem Einscannen vernichtet.

Verbesserte Leistungen stehen den Berechtigten ebenfalls ab dem 01.08.2019 zu.

Besonderheiten: 

Bedarfe für Bildung

Für Kinder in Kindertageseinrichtungen bzw. in Kindertagespflege werden die Kosten übernommen für

  • eintägige oder mehrtägige Ausflüge und
  • für das gemeinschaftliche Mittagessen.

Für Schüler/-innen werden die Kosten übernommen für

  • den persönlichen Schulbedarf (Schulsachen), und zwar 100 Euro zum 01. August 2019 bzw. Schuljahresbeginn und 50 Euro zum 01. Februar 2019 (der Betrag wird zukünftig kalenderjährlich fortgeschrieben, um Preissteigerungen Rechnung zu tragen),
  • eintägige Schulausflüge oder mehrtägige Klassenfahrten,
  • für das gemeinschaftliche Mittagessen,
  • Schülerfahrtkosten, soweit sie zum Besuch der nächstgelegenen Schule des gewählten Bildungsgangs erforderlich sind und vom Schulträger nicht übernommen werden,
  • die Lernförderung (Nachhilfe), wenn nur dadurch die wesentlichen schulischen Lernziele erreicht werden können.

Bildungsbedarfe werden  nur für Schülerinnen und Schüler übernommen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (SGB II, BKKG), eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen und keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Bedarfe für soziale Teilhabe

Für Kinder/Jugendliche wird ein Bedarf von pauschal 15 Euro monatlich anerkannt zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben für

  • Mitgliedsbeiträge in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit,
  • Unterricht in künstlerischen Fächern (z.B. Musikunterricht),
  • vergleichbare Aktivitäten der kulturellen Bildung,

wenn tatsächliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Teilhabeaktivität entstehen.

Bedarfe für soziale Teilhabe werden nur für Kinder und Jugendlichen übernommen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Ansprechpartner: 

1.) Jobcenter Wenn Sie bereits Leistungen für Ihr Kind vom Jobcenter (SGB II/Hartz IV) erhalten, wenden Sie sich an Ihre örtliche Geschäftsstelle des Jobcenters Rhein-Erft.

2.) Kreisangehörige Kommunen Erhalten Sie für Ihr Kind Sozialhilfe (SGB XII), wenden Sie sich an Ihr zuständiges Sozialamt im Rathaus Ihrer Kommune.

3.) Rhein-Erft-Kreis Wohngeldempfänger und Kinderzuschlagsberechtigte wenden Sie sich an das Amt für Familien, Generationen und Soziales des Rhein-Erft-Kreises.

Ihre Ansprechpartner/-innen im Kreishaus sind:

  • Frau De Tommaso. - Bedburg, Kerpen Raum 2 C23 Telefon: 02271/83-15136
  • Frau Lobb - Elsdorf, Brühl, Hürth, Wesseling Raum 2 C23 Telefon: 02271/83-15126
  • Frau Walden - Bergheim, Erftstadt, Frechen, Pulheim Raum 2 C23 Telefon: 02271/83-15122

Hinweis:  Sind Sie Asylbewerber und erhalten entsprechende Leistungen, wenden Sie sich bitte an ihr zuständiges Ausländeramt im Rathaus Ihrer Kommune.

Gebühren: 

Es fallen keine Gebühren an.

Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Im Regelfall ist eine Antragstellung vor Beginn der Maßnahme erforderlich. 

Aktuell müssen Sie mit einer längeren Bearbeitungszeit rechnen. Sie unterstützen die Sachbearbeitung, indem Sie von Rückfragen zum Bearbeitungsstand in dieser Zeit Abstand nehmen. Die längere Bearbeitungszeit entschuldigen wir vielmals. Vielen Dank für Ihr Verständnis!