Geschwindigkeit & Rotlicht

Für den Rhein-Erft-Kreis hat die Verbesserung der Verkehrssicherheit eine sehr hohe Priorität. Nach den Erfahrungen der Experten in den Kreispolizeibehörden und Kommunen sind Verkehrsunfälle mit schwersten Folgen nicht auf bestimmte Örtlichkeiten beschränkt, sie ereignen sich flächendeckend. Dabei ist überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen und entscheidend für die Schwere der Unfallfolgen. Neben der Polizei ist auch die Kreisordnungsbehörde zuständig für die Überwachung der Einhaltung zulässiger Höchstgeschwindigkeiten und der Befolgung von Lichtzeichenanlagen im Straßenverkehr an Gefahrenstellen (§48 II OBG NRW).

Zum 15.07.2013 hat das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen die Verwaltungsvorschriften zu §48 II OBG NRW angepasst. In diesem Rahmen wurde der Begriff der "Gefahrenstelle" wie folgt neu definiert: Gefahrenstellen sind Unfallhäufungsstellen und solche Streckenabschnitte, auf denen eine erhöhte Unfallgefahr angenommen werden muss. Letzteres kann insbesondere in Betracht kommen,

  • an und in unmittelbarer Nähe von Orten und Strecken, die vermehrt von schwachen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Fahrradfahrern sowie besonders schutzwürdigen Personen wie Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen frequentiert werden,
  • in unmittelbarer Nähe von sowie in Baustellen und ähnlichen straßenbaulichen Engpässen oder
  • wenn überdurchschnittlich häufig Verstöße gegen eine Geschwindigkeitsbeschränkung festgestellt werden.

Der Rhein-Erft-Kreis führt Geschwindigkeitsüberwachungen - in Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde - mittels mobiler und stationärer Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen durch. Die Befolgung von Lichtzeichenanlagen überwacht der Rhein-Erft-Kreis durch eine Rotlichtüberwachungsanlage.