Medikamentenabhängigkeit entsteht durch langjährigen missbräuchlichen Konsum.

Bild mit Betäubungsmitteln, Tabletten
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Lag zu Beginn oft ein medizinischer Befund vor, der die Verschreibung von Medikamenten notwendig machte, kann die unkontrollierte, nicht mehr hinterfragte Weitereinnahme vieler Medikamente in eine psychische und körperliche Abhängigkeit führen.

Aufgrund der weitgehend gesellschaftskonformen Verabreichung ist die Medikamentenabhängigkeit eine verborgene Sucht. Sie zeigt sich oft erst dann, wenn schwerwiegende Symptome, wie nachlassende generelle Leistungsfähigkeit, hoher, oft lebensbedrohlicher Konsum mit Nebenwirkungen, die Unfähigkeit, den Alltag zu meistern und die Chronifizierung von Krankheitsbildern, deutlich werden.

Da die tiefer liegenden Ursachen und die Auswirkungen von Medikamentenabhängigkeit denjenigen des Alkoholismus ähneln, wird die Beratung bei dieser Abhängigkeitsform in den gleichen Suchtberatungsstellen durchgeführt und in den gleichen Fachkliniken behandelt wie die Alkoholabhängigkeit. Entgiftungen benötigen bei Medikamentenabhängigkeit einen bedeutend längeren Zeitraum als bei Alkoholabhängigkeit. Oft sind die Nachwirkungen des Entzuges noch monatelang zu spüren.

Informationen und Hilfe finden Sie für den Rhein-Erft-Kreis in folgenden Beratungsstellen:

Sozialpsychiatrischer Dienst des Rhein-Erft-Kreis
Kreishaus Bergheim
Willy-Brandt-Platz 1
50126 Bergheim
Telefon: 02271/83-15313

Psychosozialer Dienst des Caritasverband
Erftstr. 5
50170 Kerpen-Sindorf
Telefon: 02273/52727

Die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Rhein-Erft-Kreis bieten Sprechstunden in den Städten des Kreises an. Bitte erfragen Sie unter den o.g. Telefonnummern die Sprechstunden für Ihre Stadt.