Das Reiten im Walde ist nur auf gekennzeichneten Reitwegen gestattet. Die Wege, auf denen geritten werden darf, sind durch ein blaues Schild mit einem weißen Reitersinnbild gekennzeichnet.

Bild mit Pferd und Reiterin im Galopp
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Anstelle eines Schildes kann das Reitersinnbild auch auf Bäume aufgesprüht sein. Wanderwege dürfen nur durch Reiter mitbenutzt werden, wenn sie durch ein Schild mit weißem Hufeisen besonders gekennzeichnet sind. Dieses Symbol kann auf Bäumen oder anderen Untergründen angebracht sein.

In der freien Landschaft ist das Reiten auf öffentlichen Verkehrsflächen sowie auch auf privaten Straßen und Wegen gestattet.
In besonderen Ausnahmefällen ist auf Wegen und Plätzen, die mit einem rot umrandeten Reitverbotsschild mit schwarzem Reitersinnbild gekennzeichnet sind, das Reiten nicht erlaubt.

Reitplaketten

Wer in der freien Landschaft oder im Walde, auf Straßen oder Wegen reitet, muß an seinem Pferd beidseitig ein Reitkennzeichen des Rhein-Erft-Kreises mit je einer Jahresreitplakette gut sichtbar am Zaumzeug anbringen. Das Kennzeichen besteht aus zwei gelben Tafeln mit je einer Jahresreitplaketten. Diese Reitplakette wird in einer jährlich wechselnden Farbe ausgegeben und gilt nur für das aufgedruckte Kalenderjahr. Kennzeichen und Plaketten werden von der Kreisverwaltung ausgegeben.

Wer ohne Kennzeichen und gültige Reitplakette oder in Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten, Nationalparken und geschützten Biotopen sowie innerhalb geschützter Landschaftsbestandteile reitet, handelt ordnungswidrig und wird mit einem Bußgeld belegt. Ordnungswidrigkeiten nach dem Landschaftsgesetz können mit einer Geldbuße bis zu 50.000 EUR geahndet werden. Die Reitabgabe beträgt z. Z. jährlich 25 EUR. Für gewerblich genutzte Pferde sind 75 EUR zu zahlen. Diese Abgabe wird zuzüglich einer Verwaltungsgebühr (Neuanmeldung: 10,00 , Verlängerung: 5,00 ) und Sachgebühren (Neuanmeldung: 7,00 , Verlängerung: 1,30 €) für Reitkennzeichen und Plaketten bei der Ausgabe des Kennzeichens bzw. der Jahresreitplakette durch den Rhein-Erft-Kreis erhoben. Die Reitabgabe wird zweckgebunden für die Neuanlage und Unterhaltung sowie Instandsetzung von Reitwegen verwendet. Im Rhein-Erft-Kreis gibt es z.Z. über 90 km Reitwege in Waldgebieten.

Verhaltensregeln

Reiten Sie nur dann ins Gelände, wenn Sie in der Lage sind, auch kritische Situationen zu meistern. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Erholungssuchende, und parieren Sie Ihr Pferd beim Begegnen rechtzeitig zum Schritt durch. Bleiben Sie auch nach starken Niederschlägen auf den Reitwegen und vermeiden Sie ein Ausweichen auf die Randbereiche der Wege. Das Reiten geschieht auf eigene Gefahr! Sorgen Sie deshalb für ausreichenden Versicherungsschutz: Tierhalterhaftpflichtversicherung, Unfallversicherung.

Lassen Sie Ihre Hunde beim Reiten zu Hause und genießen Sie die Ruhe in der Natur. Beunruhigen Sie nicht freilebende Wildtiere. Das freie Laufenlassen von Hunden ist nach dem Landesforstgesetz NW außerhalb der Wege verboten. Beachten Sie, daß das Reiten auf Feldern nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Grundstückseigentümers gestattet ist. Bitte bedenken Sie auch, daß durch ein Fehlverhalten Einzelner die gesamte Reiterschaft in ein schlechtes Licht gestellt werden kann.