Ob naturnahe Gewässer, Quellbereiche, Auenwälder, Moore, Sümpfe, Röhrichte, Nasswiesen, Binnendünen, Heidelandschaften, Magerwiesen, Trockenrasen, Nass- oder Feuchtgrünland oder Streuobstbestände - §30 Bundesnaturschutzgesetz und §42 Landesnaturschutzgesetz NRW regeln den Schutz dieser Biotope.

Bild mit einer Brücke, die über einen Fluß führt
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Was sind Biotope?

Das Wort Biotop ist griechisch und bedeutet Lebensraum. Einzelne Tiere und Pflanzen benötigen bestimmte Lebensräume, die ihren Ansprüchen an "Wohnung", Ernährung und Fortpflanzung entsprechen.

Um diese Tier- und Pflanzenarten auch für die Zukunft zu erhalten, müssen die einzelnen Lebensräume ausreichend groß und vor Eingriffen geschützt sein, aber auch mit anderen Lebensräumen in Verbindung stehen. Hierzu werden alle Biotope ermittelt und in Karten eingezeichnet, d.h. eine Biotopkartierung erstellt, und somit der Bestand an Tier- und Pflanzenarten ermittelt.

Aus der Biotopkartierung ergibt sich, welche Biotope wegen ihrer Lage, der dort lebenden Tiere und Pflanzen, ihrer Seltenheit oder Schönheit wichtig sind und geschützt werden sollen. Zugleich zeigt sich, wo Lebensräume fehlen und geschaffen werden sollen mit dem Ziel eines Biotopverbundsystems.

Biotopkartierung im Rhein-Erft-Kreis

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat im Rhein-Erft-Kreis Biotopkartierungen durchgeführt und entsprechende Flächen als gesetzlich geschützte Biotope ausgewiesen. Diese Kartierungen sollen zukünftig fortgeführt und ergänzt werden.

Die Kartierung ist aber nicht Voraussetzung für den gesetzlichen Schutz der Biotope. Der gesetzliche Schutz ist immer dann gegeben, wenn die fachlichen Kriterien erfüllt sind. Die Kartierung hat rechtlich gesehen einen rein deklaratorischen Charakter und dient insbesondere der Information.

Kartiert und als gesetzlich geschützte Biotope ausgewiesen sind im Rhein-Erft-Kreis bisher naturnahe Fließgewässer, Auen- und Bruchwälder, Seen, Teiche, Quellbereiche, Röhrichtflächen, Magerwiesen, Trockenrasen und Gebüsche trockenwarmer Standorte.

Stadt Gesetzlich geschütztes Biotop
Bedburg See südöstlich Kaster
Zwei Altarme der Erft bei Blerichen
Tümpel nördlich Peringsmaar
Bergheim Gillbach bei Mönchshof
Teich östlich Haus Wiedenau/A 61
Bachlauf nordöstlich von Glessen
Abschnitt der Großen Erft zwischen Sindorf und Ahe
Stillgewässer im Hasenwinkel
Tümpel nördlich Quadrath
Brühl Fasanenweiher
Gruhlsee
Pingsdorfer See
Wehrbach bei Pingsdorf
Forsthausweiher
Bruchwald nördlich Forsthausweiher
Stiefelweiher
Lenterbach/Geildorfer Bach
Stillgewässer Untersee
Stillgewässer Heider Bergsee
Ententeich
Bach westlich des Forsthausweihers
Stillgewässer westlich Stiefelweiher
Bruchwald westlich Stiefelweiher
Erftstadt Nordteil Köttinger See
Karauschenweiher
Liblarer See
Teich südwestlich Borr
Mühlenbach/Mühlengraben
Magergrünland und Gebüsche südöstlich Bliesheim
Lechenicher Mühlengraben
Quellbereiche und Fließgewässer Borrer Bach
Verlandender Tümpel nördlich von Scheuren (Steinemaar)
Tümpel am Westrand des Wolfsmaars
Frechen Röttgenteich
Klosterteiche Königsdorf
Salzweiher - Stillgewässer
Salzweiher - Bruch- und Sumpfwälder
Stillgewässer im Fürstenberggraben
Teich südlich Grefrath
Hürth

Gotteshülfeteich bei Gleuel
Schilfröhricht im Rekultivierungsgebiet bei Berrenrath
Teich westlich Kloster Burbach
Bachlauf, Feuchtbrache und Weiler Teiche, südlich von Fischenich
Röhricht im Tagebau Restfeld Ville, südlich von Knapsack
Stillgewässer Waldseenbereich Theresia
Ehemalige Kiesgrube bei Efferen
Werkstattweiher
Margarethenweiher
Stotzheimer Bach bei Burbach (Burbacher Bach)
Otto-Maigler-See
Dasbachweiher
Bleibtreusee

Kerpen Kleines Stillgewässer im Kerpener Broich
Auenwälder im Kerpener Broich entlang der Erft
Stillgewässer im Kerpener Broich
Stillgewässer im Fürstenberggraben
Tümpel in der Kiesgrube Türnich
Drei Kleingewässer im Dickbusch
Pulheim Vogelschutzbiotop Sinnersdorf
Gewässer "An der Fuchshecke" (Ommelstal)
Teich am Kriegshof
Stillgewässer Große Laache
Wesseling Teich am Dickopsbach
Rheinufer (Auenwälder)