Beantragung E-Kennzeichen für Elektrofahrzeuge

Ein E-Kennzeichen erhalten auf Antrag Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellen-Fahrzeuge und Plug-In-Hybride, wenn sie im Elektrobetrieb mindestens 30 km (ab dem Jahr 2018 = 40 km) zurücklegen können oder maximal 50 g/km CO2 ausstoßen. E-Kennzeichen gelten nur für Fahrzeuge der Klassen M1 und N1, sowie Fahrzeuge der Klasse N2, soweit diese mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B gefahren werden dürfen, L3e, L4e, L5e und L7e.

Benötigte Unterlagen: 
  • Ausweisdokumente
    (Personalausweis, Pass + aktuelle Meldebescheinigung)
  • Vollmacht bei Vertretung + Ausweisdokumente des Vollmachtgebers
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • CoC-Bescheinigung (Übereinstimmungsbescheinigung)
  • gültiger Prüfbericht Hauptuntersuchung
  • ggf. Prüfbericht Sicherheitsprüfung (§ 29 StVZO)
  • SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug der Kraftfahrzeugsteuer
  • ggf. Kennzeichenschild/er
  • Handelsregisterauszug und Gewerbeanmeldung bei Nutzung des Fahrzeuges als Firmenfahrzeug + Ausweisdokumente des Geschäftsführers
  • Zulassung auf Minderjährige nur nach vorheriger Absprache mit der Zulassungsstelle möglich!
Besonderheiten: 

Eine Kombination aus E-Kennzeichen und Saisonkennzeichen ist grundsätzlich möglich.

FAQs: 

Welche Vorteile bringt das E-Kennzeichen?

Mit der neuen Kennzeichnung werden die Voraussetzungen geschaffen, Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr gewisse Privilegien einzuräumen. Nach dem Elektromobilitätsgesetz dürfen Fahrzeuge mit dem E-Kennzeichen auf ausgewiesenen Parkplätzen ggf. gratis parken und die Busspur nutzen, wenn diese von der jeweiligen Kommune vor Ort freigegeben wurde.

Kann auch ein im europäischen Ausland zugelassenes Elektrofahrzeug ein E-Kennzeichen erhalten?

Nein, im Ausland zugelassene E-Fahrzeuge können auf Antrag eine blaue E-Plakette erhalten. Diese wird in der Zulassungsstelle beantragt, wenn die CoC-Übereinstimmungsbescheinigung vorgelegt wird und das Fahrzeug die Voraussetzungen erfüllt. Die Gebühr für die E-Plakette beträgt 11,00 Euro.

Rechtliche Grundlagen: 
  • Straßenverkehr-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
  • Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV)
  • Elektromobilitätsgesetz (EmoG)
Gebühren: 

Es wird eine Grundbebühr i.H.v. 27,00 € erhoben.

Bitte beachten Sie, dass sich die Gebühr individuell aus verschiedenen Gebührenpositionen zusammensetzt und deshalb nur die Grundgebühr genannt werden kann. Die konkrete Verwaltungsgebühr ist individuell zu berechnen und kann erst bei Vorlage der Fahrzeugdokumente in der Zulassungsstelle festgestellt werden.

Beachten Sie zudem, dass sich bei der Beantragung eines Wunschkennzeichens oder einer Feinstaubplakette die Gebühr auf jeden Fall erhöht.

Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Bei Vorsprache in der Zulassungsbehörde wird das E-Kennzeichen zugeteilt, sofern es sich um ein zulässiges Elektrofahrzeug handelt.