Informationen für Experten im Umgang mit Suchtkranken und Angehörigen

Bild zeigt Dr. Thomas Hambüchen (links, Geschäftsführer der Drogenhilfe Köln) und Gesundheitsdezernent Dr. Chrstian Nettersheim
© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat
Dr. Thomas Hambüchen (links, Geschäftsführer der Drogenhilfe Köln) und Gesundheitsdezernent Dr. Chrstian Nettersheim

Seit über 30 Jahren besteht die erfolgreiche und gewachsene Kooperation zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und der Drogenhilfe Köln. In Zusammenarbeit mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreisgesundheitsamtes verfolgt die Drogenhilfe die unterschiedlichsten präventiven Ansätze mit großem Engagement und hoher fachlicher Expertise.

Auf einer Fachtagung am gestrigen Abend unter dem Titel „Legal – illegal – shit egal: Was Sie schon immer über Cannabis wissen wollten“ trafen sich am Mittwochabend im voll besetzten Kreistagssaal mehr als 80 Experten der Suchtberatung, die von Gesundheitsdezernent Dr. Christian Nettersheim begrüßt wurden. Nettersheim betonte die Bedeutung der Beratungsangebote und dass auch Cannabiskonsum „zu einer psychischen Abhängigkeit führen kann, mit allen sich hieraus ergebenden Folgen sozialer und gesundheitlicher Natur.“

Nach der Begrüßung durch den Dezernenten und den Geschäftsführer der Drogenhilfe, Dr. Thomas Hambüchen, referierte der Leitende Oberarzt für Entzugsbehandlung an den Städtischen Kliniken Köln, Dr. Dr. Armin Claus, unter dem Titel „Cannabiskonsum und seelische Gesundheit“.

Anschließend bot sich dem Fachpublikum die Gelegenheit an insgesamt drei von sechs Kurzworkshops teilzunehmen. Themen waren unter anderem Grundlagen der Zusammensetzung und Wirkung von Cannabis, die Unterstützung und Einbeziehung der Erziehungsberechtigten minderjähriger Suchtkranker oder suchpräventive Methoden in der Schul- und Jugendarbeit.

Die Fachvorträge entsprachen damit dem Ansatz, den Kreises und Drogenhilfe seit Jahren bei ihrer Präventionsarbeit pflegen: Information und Aufklärung der breiten Bevölkerung über Folgen des Suchtmittelkonsums, Implementierung spezifischer Angebote für Risikogruppen sowie Angebote für all diejenigen, bei denen bereits Probleme gesundheitlicher und sozialer Art bestehen.

Bei Kindern und Jugendlichen setzen die Präventionsmaßnahmen besonders früh an, um den Einstieg in eine Suchtkarriere zu verhindern. Hierfür eignen sich vor allem solche Maßnahmen, die diese junge Zielgruppe direkt in ihrer Lebenswelt erreicht – etwa an Schulen und in Jugendzentren.