„Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei waren hervorragend vorbereitet und haben besonnen gehandelt“

Bild zeigt Michael Kreuzberg, Landrat des Rhein-Erft-Kreises
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Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Nach dem mit wenigen Ausnahmen ruhigen Ausgang der Proteste gegen die Braunkohleförderung im Rheinischen Revier zieht Landrat Michael Kreuzberg eine aus ordnungsbehördlicher Sicht positive Bilanz. Der Kreis stand als zuständige Behörde für den Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz in der Verantwortung, zudem waren auch die örtlichen Kräfte der Polizei des Rhein-Erft-Kreises eingebunden, deren Behördenleiter der Landrat ist.

„Mein herzlicher Dank gilt allen mir unterstellten Einsatzkräften aber auch jenen Männern und Frauen, die aus anderen Behörden an diesem Wochenende die Proteste im Rheinischen Revier begleitet haben. Die Rettungskräfte und die Polizei waren hervorragend vorbereitet und haben besonnen gehandelt. Damit haben die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehren und der Polizei sichergestellt, dass die Aktivisten ihre grundgesetzlich garantierten Rechte in angemessener Form ausüben konnten.“

Während die Dienstkräfte der Polizei im Einsatz durch den Aachener Polizeipräsidenten geführt wurden, waren es auf kommunaler Seite die Stäbe der Städte Kerpen, Bergheim, Bedburg und Elsdorf, die Kreisleitstelle und der in Rufbereitschaft stehende Stab des Kreises, welche die Protestaktionen begleiteten.

Die im Vorfeld des Klimacamps erfolgten umfangreichen Vorplanungen für den Rettungsdienst und auch den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Falle größerer Ereignisse der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr haben gezeigt, dass der Kreis und seine Kommunen eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

„Zum Glück war es nicht nötig, aber wir waren auch auf größere Zwischenfälle vorbereitet. Insofern war das Klimacamp auch ein erfolgreicher Testlauf für die Zusammenarbeit der Stäbe im Rhein-Erft-Kreis“, so Michael Kreuzberg.

Mit Blick auf die für November angekündigten erneuten Proteste im Rheinischen Revier, die parallel zur UN-Klimakonferenz in Bonn 2017 stattfinden werden, ergänzte Kreuzberg:

„Ich hoffe, dass die weltweite Aufmerksamkeit einer UN-Konferenz die Aktivisten im November nicht dazu verleitet, ihren Protest in radikaler Form zu äußern. Das vergangene Wochenende hat bewiesen, dass es eine angemessene Form der Protestäußerung gibt, ohne die körperliche Unversehrtheit der Aktivisten oder der Einsatzkräfte zu gefährden. Daran sind auch die Aktionen im November zu messen.“