Runder Tisch gegen häusliche Gewalt im Rhein-Erft-Kreis beteiligt sich am Internationalen Tag gegen Frauengewalt

Jemandem wird eine rote Karte überreicht
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Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Häusliche Gewalt ist die tägliche Menschenrechtsverletzung an Frauen.

Dank des 2002 verabschiedeten Gewaltschutzgesetzes veränderte sich der öffentliche Diskurs über das Thema. Der Slogan "Wer schlägt, der geht." wurde zum Leitprinzip einer neuen Debatte. Nicht mehr die Opfer sollten gezwungen sein zu flüchten und sich in Sicherheit zu bringen. Sondern die Täter sollten diejenigen sein, welche die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen haben.

Der Gewaltakt, der Umgang mit der daraus entstehenden Notlage und der Umgang mit beidem betreffen nicht ausschließlich öffentliche Stellen. Deshalb entstanden im Zuge der Verabschiedung des Gesetzes bundesweit Runde Tische unter Einbeziehung auch ehrenamtlicher Hilfestrukturen.

Der "Runde Tisch gegen häusliche Gewalt an Frauen und deren Kindern im Rhein-Erft-Kreis", dem Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen angehören, besteht seit nunmehr 14 Jahren. In dieser Zeit haben die Akteurinnen und Akteure des Runden Tisches mit verschiedenen Aktionen auf die Problematik der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht.

Um möglichst viele Menschen auf diese Problematik aufmerksam und gleichzeitig die im Rhein-Erft-Kreis befindlichen Anlaufstellen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, beteiligt sich der Runde Tisch im Kreis anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen an einer Veranstaltung des Sozialdienstes katholischer Frauen Rhein-Erft-Kreis.

Die Veranstaltungen finden am 19.11.2016 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr in der Fußgängerzone Frechen, vor der Volkshochschule statt.

Neben Informationsständen, an denen u. a. die im letzten Jahr aktualisierte, sogenannte "Notfallkarte" in neun Sprachen kostenlos zur Verfügung steht, finden ein ökumenischer Gottesdienst und verschiedene Theatersequenzen zum Thema "Gewalt" statt. Die Notfallkarte beinhaltet eine Sammlung von Kontaktdaten relevanter Hilfseinrichtungen. Sie wird den betroffenen Frauen direkt von der Polizei und beratenden Institutionen ausgehändigt.