Vorbeugen ist besser als Bohren - Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder sind wichitg.

Bild über Kind beim Zahnarzt
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FU1: Die erste zahnärztliche Untersuchung sollte im Alter von etwa zwei Jahren erfolgen. Ihr Kind soll sich an die Praxis und den Zahnarzt gewöhnen.

FU2 und FU3: Die Folgeuntersuchungen sollten dann etwa im Alter von 4 bzw. 5 Jahren durchgeführt werden. Der Zahnarzt erkennt während dieser Untersuchungen, ob eventuelle Fehlentwicklungen der Zähne oder der Kiefer vorliegen. Die Untersuchungen dienen der Früherkennung eines erhöhten Kariesrisiko und beinhalten auch die Beratung der Eltern zu den Themen Mundhygiene und Ernährung.

Individualprophylaxe - Fitness für Kinderzähne

Das Risiko, an Karies zu erkranken, ist für jeden Menschen verschieden. Alle Kinder im Rhein-Erft-Kreis werden in unserem Zahngesundheitsprogramm regelmäßig betreut (Gruppenprophylaxe). Zusätzlich bieten alle gesetzlichen Krankenkassen für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren kostenlose individuelle Vorbeugemaßnahmen an.

Die von den Krankenkassen angebotenen Vorbeugemaßnahmen kann Ihr Kind vom 6. bis zum 17. Lebensjahr unter dem Begriff "Individualprophylaxe" bei Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt in Anspruch nehmen. Individualprophylaxe ist für alle gesetzlich versicherte Kinder kostenfrei.

Welche Möglichkeiten bietet die Individualprophylaxe im Einzelnen?

Das Programm für gesunde Zähne besteht aus 4 Stufen:

  1. Mundhygienestatus
    Hierbei wird der gesundheitliche Zustand von Zähnen und Zahnfleisch sowie die Wirksamkeit der eigenen Zahnputzgewohnheiten festgestellt.
  2. Aufklärung über Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen
    Das zahnärztliche Team gibt genaue Erklärungen zur Entstehung und Vermeidung von Karies und Zahnfleischerkrankungen. Die für Ihr Kind wirkungsvollste Zahnputzmethode wird anschaulich gezeigt und eingeübt. Wertvolle Ernährungstipps sowie eine Beratung zur Fluoridanwendung runden den Programmpunkt ab.
  3. Zahnschmelzhärtung mit Fluoridpräparaten
    Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen so vor Karies. Nach einer Zahnreinigung trägt das zahnärztliche Team das geeignete Präparat (Lack, Gel, o.Ä.) auf.
  4. Versiegelung von kariesfreien Backenzähnen
    Lassen Sie die Chancen Ihrer Kinder nicht ungenutzt und vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Zahnarzt/Ihrer Zahnärztin für die Individualprophylaxe!

Fissurenversiegelung

Das Kariesrisiko ist auf den Kauflächen unserer Backenzähne am größten, weil diese bei der Zerkleinerung der Nahrung am meisten beansprucht werden. Beugen Sie vor: die Fissurenversiegelung bietet einen wirksamen Schutz.

Höcker und Grübchen (Fissuren) bilden die Kaufläche der Backenzähne. Die Fissuren sind versteckte und deshalb gefährliche Schmutznischen. Beim Kauen der Nahrung werden stets weiche Speisereste in der Tiefe der Fissuren eingeklemmt; Bakterien können sich dort ungehindert einnisten und die zahnzerstörenden Säuren bilden. So entsteht die Karies (Zahnfäule) vor allem in den Fissuren der Kauflächen unserer Zähne.

Auch durch optimales Zähneputzen können die Fissuren nicht vollständig gereinigt werden, da die Borsten einer Zahnbürste eingeklemmte Speisereste in der Tiefe der Fissuren nicht erreichen.

Durch eine Fissurenversiegelung werden die Grübchen der Kauflächen soweit mit Kunststoff ausgefüllt, dass eine Zahnreinigung mit der Bürste nun uneingeschränkt möglich ist.

Die Fissurenversiegelung ist also ein wirksamer Schutz gegen die Kauflächenkaries an den Backenzähnen!

Das Anbringen der Versiegelung ist völlig schmerzlos.

Der ideale Zeitpunkt ist direkt nach dem vollständigen Durchbruch des jeweiligen Backenzahnes; eine spätere Versiegelung ist oft noch möglich.

Das tägliche Zähneputzen bleibt natürlich weiterhin nötig!