Das KI bearbeitet zwei zentrale Handlungsfelder: Gesellschaftliche Teilhabe und Bildung. Hier finden Sie alle Informationen zum Handlungsfeld Gesellschaftliche Teilhabe.

Bild zeigt Hände jeder Kultur
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Ehrenamtsschulungen

In Kooperation mit Integrationsakteuren/-innen im Rhein-Erft-Kreis wurden kreisweite Qualitätsstandards für Ehrenamtsschulungen entwickelt. Das sogenannte Curriculum bietet allen interessierten und engagierten Ehrenamtlichen insgesamt zwölf verschiedene Module zur Weiterbildung an. Langfristiges Ziel des Angebotes ist die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Die zwölf Schulungsmodule werden vom Kommunalen Integrationszentrum in Kooperation mit den verschiedenen Institutionen, Vereinen und Initiativen vor Ort koordiniert und durchgeführt. Anfragen dazu richten die verschiedenen Integrationsakteure direkt an das KI REK oder die Integrationsbeauftragen der Kommunen des Rhein-Erft-Kreises.

In der Regel werden in den jeweiligen Kommunen Ehrenamtsschulungen für mindestens 15 Ehrenamtliche lokal oder - nach Abstimmung - auch kreisweit angeboten.

Um auf gesellschaftspolitische Veränderungen, Wünsche und Anregungen der haupt- und ehrenamtlich Tätigen einzugehen, werden - je nach Bedarf - fortlaufend neue Fortbildungsangebote konzipiert.

KOMM-AN NRW

Das Landesprogramm „KOMM-AN NRW“ hat zum Ziel, die Integration von Flüchtlingen innerhalb der Kommunen zu fördern.

Um das Ehrenamt zu unterstützen, konnten Kommunen, Vereine, Initiativen sowie kirchliche Verbände Fördergelder über das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Erft-Kreises für die Jahre 2016 und 2017 beantragen.

Das Antragsverfahren für die beiden Jahre ist bereits abgeschlossen. Sobald ein Folge-Förderprogramm konzipiert und veröffentlicht werden sollte, informieren wir Sie hier darüber!

Folgende Projekte wurden bzw. werden derzeit gefördert:

  • Renovierung, Ausstattung und Betrieb von Ankommenstreffpunkten,
  • Maßnahmen von ehrenamtlich Tätigen, die dem Zusammenkommen vor Ort, der Orientierung sowie der individuellen Begleitung von Flüchtlingen dienen,
  • Maßnahmen zur Informations- und Wissensvermittlung an Flüchtlinge, ehrenamtliche und hauptamtliche Unterstützer/-innen sowie der Öffentlichkeit,
  • Maßnahmen, die der Qualifizierung von ehrenamtlich Tätigen und der Begleitung ihrer Arbeit dienen.

Sprachmittlerinnen und -mittler

Die Bezeichnung Sprachmittler/-innen steht für Ehrenamtliche, die zwischen zugewanderten Menschen sowie Institutionen vor Ort (Behörden, Schulen, Versicherungen etc.) sprachlich vermitteln und übersetzen. Der Rhein-Erft-Kreis verfügt über die Möglichkeit, Sprachmittler/-innen, entweder in den jeweiligen Kommunen oder auch kreisweit zu vermitteln.

Sollten Sie Bedarf für einen/eine Sprachmittler/-in haben, können Sie sich an die Integrationsbeauftragten der Kommunen oder an das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Erft Kreises wenden.

Zurzeit stehen auf kreisweiter Ebene folgende Sprachen zur Verfügung:

  • Arabisch
  • Chinesisch
  • Dari
  • Englisch
  • Französisch
  • Italienisch
  • Kurdisch
  • Persisch
  • Spanisch

Falls auch Sie eine fremde Sprache sprechen oder sich ehrenamtlich engagieren möchten, kontaktieren Sie uns unter folgender E-Mail Adresse:
KI [at] rhein-erft-kreis.de

Förderleistungen für Kommunen, die besonders von der Zuwanderung aus Süd-Osteuropa betroffen sind

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) des Landes NRW stellt zwei Kreisen (Rhein-Erft-Kreis/Kreis Mettmann) und acht kreisfreien Städten zusätzliche Mittel für Integrationsleistungen zur Verfügung. Voraussetzung für die Förderung ist die besondere Betroffenheit von der Zuwanderung aus Südosteuropa.

Ausschlaggebend für die Berücksichtigung des REK für das Förderprojekt ist der hohe Anteil Südosteuropäer/-innen in zwei kreisangehörigen Kommunen. Der Antrag auf Landesförderung wurde in Absprache mit den Kommunen des Rhein-Erft-Kreises gestellt. Die beantragten Mittel werden an die betroffenen Kommunen weitergeleitet, um die Arbeit vor Ort im Sinne des Förderprogramms zu unterstützen.

Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

Das Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufen und erreicht mittlerweile 321 Kreise und kreisfreie Städte in ganz Deutschland.

Das Kommunale Integrationszentrum Rhein-Erft-Kreis hat sich 2016 erfolgreich um Mittel aus dem Förderprogramm beworben und konnte demzufolge zwei im Kommunalen Integrationszentrum verankerte Bildungskoordinatoren/-koordinatorinnen einstellen. Das Projekt ist zunächst auf einen Förderzeitraum von zwei Jahren begrenzt.

Kernaufgabe der Koordinatoren ist es, die Vielzahl der kommunalen Bildungsakteure zu vernetzen, die verantwortlichen Akteure zu unterstützen und die vielfältigen Bildungsangebote und Bildungsbedarfe vor Ort aufeinander abzustimmen. Besonders die zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen sollen hierbei ganz gezielt mit eingebunden werden.

Die Bildungskoordinatorien haben letztendlich die Aufgabe, vorhandene Angebotslücken zu identifizieren, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und Neuzugewanderten den Zugang zu den Bildungsstrukturen in den jeweiligen Kommunen des Rhein-Erft-Kreises zu erleichtern.