In der Regel muss die bisherige Staatsangehörigkeit bei der Einbürgerung aufgegeben werden.

Bild mit Antrag zur Einbürgerung und Reisepass
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Wer sich mindestens acht Jahre rechtmäßig in Deutschland aufhält, eine Niederlassungserlaubnis oder eine auf Daueraufenthalt ausgerichtete Aufenthaltserlaubnis besitzt, sich zu der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland bekennt, über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten kann und nicht wegen einer Straftat verurteilt worden ist, hat einen Einbürgerungsanspruch.

Die meisten Kinder von Eltern mit Daueraufenthalt in Deutschland erwerben mit der Geburt neben der Staatsangehörigkeit der Eltern automatisch auch die deutsche Staatsangehörigkeit.
Für Ehegatten deutscher Staatsangehöriger besteht die Möglichkeit einer Einbürgerung nach einem dreijährigen rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland, wenn die Ehe seit mindestens zwei Jahren besteht.

Sollten Sie Interesse an einer Einbürgerung oder Fragen diesbezüglich haben, steht Ihnen Ihr Einwohnermeldeamt oder Bürgerbüro Ihrer Stadt/Gemeindeverwaltung gerne mit umfassender Beratung zur Seite.

Sie möchten einen Antrag auf Einbürgerung stellen?

Antragsentgegennehmende Stelle ist das Einwohnermeldeamt bzw. das Bürgerbüro Ihres Wohnortes.

Für die Bearbeitung und Entscheidung der bei den Städten Bedburg, Elsdorf, Brühl, Erftstadt, Frechen, Hürth, Pulheim und Wesseling gestellten Einbürgerungsanträge ist der Rhein-Erft-Kreis als Einbürgerungsbehörde zuständig. Die großen kreisangehörigen Städte Bergheim und Kerpen verfügen über ein eigenes Ausländeramt nebst Einbürgerungsbehörde und entscheiden in eigener Zuständigkeit über Einbürgerungsanträge.

Wenn Sie einen Antrag auf Einbürgerung stellen möchten, wenden Sie sich bitte an das Einwohnermeldeamt/Bürgerbüro Ihres Wohnortes. Die dort zuständigen Sachbearbeiter beraten Sie gerne, informieren Sie über die genauen rechtlichen Voraussetzungen für die Einbürgerung, teilen mit was im Einbürgerungsverfahren beachtet werden muss und leiten die von Ihnen eingereichten Antragsunterlagen an den Rhein-Erft-Kreis zur Entscheidung weiter.

Eine Antragstellung unmittelbar bei der Einbürgerungsbehörde des Rhein-Erft-Kreises ist nicht zweckmäßig, da die Stadtverwaltungen im Rahmen eigener Stellungnahmen etc. ohnehin zu beteiligen sind.

Staatsangehörigkeitsnachweis

Zum verbindlichen Nachweis über den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit wird auf Antrag ein Staatsangehörigkeitsausweis ausgestellt.

Während ein Reisepass oder Personalausweis kein sicherer Nachweis für den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit darstellt, ist die deutsche Staatsangehörigkeit mit einem Staatsangehörigkeitsausweis hingegen verbindlich nachgewiesen. Ein Staatsangehörigkeitsausweis wird für bestimmte Rechtsgeschäfte oder -verhältnisse benötigt (z.B. Adoption, Verbeamtung, Heirat, Einbürgerung des ausländischen Ehegatten). Auf Antrag hin wird Ihnen ein Staatsangehörigkeitsausweis ausgestellt, wenn Sie nachgewiesenermaßen deutscher Staatsangehöriger sind.

Zuständig für die Ausstellung von Staatsangehörigkeitsausweisen für die Einwohner des Rhein-Erft-Kreises, außer den Einwohnern der Städte Bergheim und Kerpen, ist die Kreisverwaltung. Für deutsche Staatsangehörige die im Ausland leben, nimmt die jeweilige Auslandsvertretung den Antrag entgegen und leitet diesen an das in diesem Falle zuständige Bundesverwaltungsamt in Köln weiter.

Zum Nachweis der Staatsangehörigkeit sind Angaben und Urkunden über Personalien und Wohnorte des Antragstellers und seiner Vorfahren erforderlich. In jedem Fall wird vom Antragsteller ein gültiger Personalausweis/Reisepass, eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch mit sämtlichen Randvermerken neuesten Datums und bei ehelicher Geburt die Heiratsurkunde der Eltern benötigt. Weitergehende Informationen sowie Antragsformulare erhalten Sie beim Einwohnermeldeamt oder Bürgerbüro Ihres Wohnortes. Dort können Sie auch den Antrag stellen.

Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit

Die deutsche Staatsangehörigkeit geht automatisch verloren, wenn eine andere Staatsangehörigkeit angenommen wird. Dieser automatische Verlust tritt auch ein, wenn im Rahmen eines Einbürgerungsverfahrens die bisherige Staatsangehörigkeit aufgegeben und nach der Einbürgerung wieder angenommen wurde. Seit dem 01.01.2000 ist der automatische Verlust unabhängig vom dauernden Wohnort der betreffenden Person. Demnach geht für Deutsche bei der Annahme einer anderen oder der "vorherigen" Staatsangehörigkeit seit dem 01.01.2000 die deutsche Staatsangehörigkeit auch dann verloren, wenn die betreffende Person in Deutschland lebt.

Die Personen, die vor dem 31.12.1999 zusätzlich zu der deutschen Staatsangehörigkeit eine andere Staatsangehörigkeit angenommen haben und zum Zeitpunkt der Annahme in Deutschland wohnhaft waren, haben die deutsche Staatsangehörigkeit nicht verloren.

Der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit hat verschiedene rechtliche Auswirkungen. Erkundigen Sie sich daher vor der Annahme einer anderen Staatsangehörigkeit bei der für Sie zuständigen Stadtverwaltung, dem hiesigen Ausländeramt oder der Einbürgerungsbehörde.