Im Rahmen der Schulung wird auch die Entnahme der Proben und das Verfahren zur Kennzeichnung und Dokumentation durch Wildmarken und Wildursprungsscheine erläutert. 

Bild im Labor mit einer Laborprobe
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Alexander Raths, fotolia.de

Schulung gem. VO (EG) Nr. 853/2004 Anhang III, Abschnitt IV, Kapitel I bzw.Tierische Lebensmittel-Hygiene-VO § 4, Abs. 1. Schulungsinhalte sind durch die oben angegebenen Rechtgrundlagen festgelegt. Sie beinhalten Kenntnisse auf folgenden Teilgebieten:

  • Anatomie, Physiologie, Verhaltensweisen von Wild,
  • abnorme Verhaltensweisen und krankhafte Veränderungen von Wild
  • Hygiene- und Verfahrensvorschriften zum Umgang mit Wildtierkörpern nach dem Erlegen, für das Aufbrechen, Befördern, Zerwirken und Vermarkten von Wildbret
  • Vorschriften des EU- und nationalen Rechts, die für Wildbrethygiene von Bedeutung sind.

Im Rahmen der Schulung wird auch die Entnahme der Proben und das Verfahren zur Kennzeichnung und Dokumentation durch Wildmarken und Wildursprungsscheine erläutert.

Kundige Person

Kundige Personen haben nach dem Erlegen eine Untersuchung auf bedenkliche Merkmale (Wildtierkörper, alle ausgenommenen Eingeweide) durchzuführen und sich beim Erleger zu erkundigen, dass auch vor dem Erlegen keine bedenklichen Merkmale festgestellt wurden.

Wildursprungsschein

Wildursprungscheine sind vorgefertigte Formulare, die der „kundige“ Jäger nach dem Ansprechen und Erlegen des Wildes sowie nach erfolgter Untersuchung des Wildkörpers auszufüllen hat. Es werden Datum, Zeitpunkt und Ort des Erlegens sowie die Nummer der Wildursprungsmarke erfasst.
Werden keine Auffälligkeiten beobachtet, wird dies durch das Dokument bestätigt. In diesem Fall brauchen Kopf und Eingeweide nicht mitgegeben werden.

Wildursprungsmarke

Um die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln sicherstellen zu können, muss jeder Tierkörper an Bauch oder Brustkorb mit einer amtlichen Wildmarke gekennzeichnet werden. Es handelt sich dabei um Marken, die ohne Werkzeug geschlossen werden und dann nur noch gewaltsam geöffnet werden können. Diese sind mit einer individuellen Nummer versehen, welche dann auf den Wildursprungsschein einzutragen ist.