Einleitung von Niederschlagswasser in ein Gewässer oder in das Grundwasser

Wenn die Absicht besteht, Niederschlagswasser ohne Umweg über den städtischen Kanal in ein Gewässer oder in das Grundwasser einzuleiten, ist eine solche Einleitung erlaubnispflichtig.

Gründe für die Antragstellung können z.B. sein:

  • Abklemmen des Regenwassers vom städtischen Kanal wegen Kostenersparnis,
  • Beseitigung des Niederschlagswassers auf dem Grundstück ist verpflichtend,
  • Installation einer Regenwassernutzung.

Die Erlaubnis wird auf Antrag erteilt. Die Anträge sind rechtzeitig zu stellen, da der Baubeginn erst nach Erhalt der Erlaubnis erfolgen darf.

Benötigte Unterlagen: 

Um diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, ist es erforderlich, dass der/die Antragsteller/in Besitzer/in einer Entwässerungsanlage ist.

Folgende Unterlagen werden ferner benötigt:

  • Antrag mit Angaben zum Standort der Anlage,
  • Darstellung des Wegs des Regenwassers von den Dach-/befestigten Flächen bis zur Versickerungsanlage/zum Gewässer,
  • Situationsbeschreibung (Nutzung der angeschlossenen Flächen, Verkehrsbelastung, Gewerbe, Wohnhaus, etc.),
  • ggf. Angabe zur Regenwassernutzung,
  • Bodengutachten wenn vorhanden,
  • Bemessung der Versickerungsanlage/der Einleitung in das Gewässer
Besonderheiten: 

Anträge sind über die jeweiligen Stadtentwässerungsbetriebe einzureichen. Dort werden die örtlichen Besonderheiten geprüft, darunter u.a. Abwasserüberlassungspflicht und Festlegungen in Bauleitplänen.

Wenn Besonderheiten vorliegen, besonders bei Gewerbebetrieben, kann eine Kontaktaufnahme mit der Unteren Wasserbehörde vor Antragstellung sinnvoll sein.

FAQs: 

Welche Hinderungsgründe können auftreten?

Die Hinderungsgründe können technischer (z.B. unzureichende Grenzabstände, schlechte Wasserdurchlässigkeit) oder administrativer Art (z.B. Verpflichtung zur Überlassung des Regenwassers an die Gemeinde) sein.

Ansprechpartner: 
  • Herr Bornheim
    Tel: 02271/83-17032
  • Herr Leu
    Tel: 02271/83-17034
Gebühren: 

Die Gebühr für Privatleute und kleinere Gewerbebetriebe beträgt erfahrungsgemäß 200 Euro, kann bei aufwendigen Fällen mehr werden.

Weiterhin entstehen Kosten für das Erstellen der Antragsunterlagen und den Bau der Anlage.

Fristen, zeitlicher Ablauf: 

Die Bearbeitungszeit für eines vollständig vorgelegten Antrag beträgt ca. 8 Wochen.

Sofern Nachfragen oder Ergänzungen erforderlich sind, erfolgt die Kontaktaufnahme spätestens 3 Wochen nach Eingang der Unterlagen bei der Unteren Wasserbehörde.